Adrian PorträtAdrian Capatt ist im Bündner Unihockey eine Legende: 18 Jahre NLA, unzählige Natispiele und vier Meistertitel führt der Trinser in seinem Palmarès, mit dem Kleinfeld-Spitzenteam Blau-Gelb Cazis spielt Capatt auch heute noch in der 1. Liga. Adrian Capatt schreibt auf GR Heute eine regelmässige Unihockey-Kolumne.

 

Am vergangenen Sonntag standen die Cup-Halbfinalspiele auf dem Programm. Bei den Männern verpasste der amtierende Meister SV Wiler-Ersigen den Finaleinzug mit einer 4:5-Niederlage gegen den aktuellen Tabellenführer Floorball Köniz. Das gleiche Schicksal erlitt Piranha Chur, die Bündner verloren 2:3 nach Verlängerung gegen den Dauerrivalen Rychenberg Winterthur.

Bereits vor Wochenfrist standen sich die beiden Herrenteams einmal gegenüber, und auch in diesem Spiel ging der SV Wiler-Ersigen bereits als Verlierer vom Platz. Das Team aus dem Unteremmental wollte sich mit dem Cup-Halbfinalspiel eigentlich für die Niederlage in der Meisterschaft revanchieren. Der laufende Cup-Wettbewerb ist für das erfolgsverwöhnte Team nach dieser knappen Niederlage passé. Der Meister kann nun den Fokus auf die laufende Meisterschaft setzten.

2016 hat der langjährige Dominator des Schweizer Unihockeys noch kein Spiel nach 60 Minuten gewonnen, und in den vergangenen zwei Wochen eine kleine Serie mit drei Niederlagen hintereinander eingefahren.

Mit dem Abgang von Patrick Mendelin in der Winterpause – er hat sich entschieden, die Playoffs nicht mit dem SV Wiler-Ersigen zu bestreiten – hat das Team von Olle Thorsell einen weiteren Dämpfer hinnehmen müssen. Diese entstandene Lücke kann bis zum Playoff-Start Anfang März nicht kompensiert werden. Der Trainer und das gesamte Team sind nun stark gefordert und müssen gemeinsam einen Weg finden, um aus der Minikrise herauszukommen.

Ein etwas anderes Bild präsentiert sich bei Piranha Chur. Für sie bedeutet die Cup-Halbfinal-Niederlage neben der verpassten Finalteilnahme am Champions-Cup bereits das zweite knapp verpasste Saisonziel. Für sie gilt nun die Devise: Volle Konzentration auf die laufende Meisterschaft. In diesem Wettbewerb hat das Churer Frauenteam am vergangenen Samstag die Tabellenführung wieder zurückerobert und 2016 sämtliche vier Meisterschaftsspiele gewonnen. Für die Churerinnen geht es nun darum, eine gute Ausgangslage für die bevorstehenden Playoffs zu schaffen und gleichzeitig das aus der Cup-Niederlgage verloren gegangene Selbstvertrauen wieder aufzubauen.

 

(Bild: Köniz – Wiler 2015 – Fabian Trees/EQ Images)