Bier zu Bündner Nusstorte? Schmeckt das? Die Genussbeizen des Kantons Graubünden wurden zu einer Bierdegustation eingeladen – und haben viel gelernt.

 

Früher war Bier brauen eine Frauensache. Es wurde über dem Feuer gebraut, während die Frau am Kochen war. Auch im Guarda Val, das zum Hotel Belvedère in Scuol gehört, war Bier eine Frauensache: Präsentiert von Biersommeliere Veronika Mensching. Der Anlass ist Teil der Kampagne «Genussbeiz.ch», die von Gesundheitsamt Graubünden, GastroGraubünden und hotelleriesuisse Graubünden lanciert wurde.

Die Bierdegustation richtete sich an Angestellte, die von Veronika Mensching in die Vielfalt der Biere eingeführt wurden. Neun Biere mussten getestet werden: Von Bündner über St. Galler über Waadtländer bis zum Thurgauer Bier.

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Wie beim Wein ist es auch beim Bier so, dass man vom Hellen zum Dunklen trinkt. In diesem Fall vom Calanda Senza zum Calanda Edelbräu zum Ittinger Amber. Vom Bierra Engiadinaisa zum Schützengarten Gallus 612 zum SteinBock. Und vom Abbaye de Saint Bon-Chien zum Pilgrim zum La Perla Nera.

Dazu wurden Häppchen gereicht, und dabei zeigte sichs etwa: Die ersten drei vertrugen sich vor allem mit salzigem gut. Aber wenn man das Abbey de Saint Bon-Chien, benannt nach einer toten Katze, die Hund («Chien») hiess, mit Bündner Nusstorte mischt, dann – dann explodiert der Gaumen. Oder ein Pilgrim mit Schokomousse – die Vollendung eines Genusses. Das war es, was Veronika Mensching den Anwesenden weiter geben wollte: «Wie sich der Geschmack von Bier mit dem richtigen Essen verändern kann.»

Dazu gab es auch allgemeine Informationen zum Bier: Dass Bier aus Brauwasser, Malz, Hopfen und Hefe gemacht wird und wie das funktioniert. Dass der Pro-Kopf-Konsum in der Schweiz von 71 Liter im Jahr 1990/91 auf 55,3 Liter im Jahr 2015 sank. Und dass die Craft-Biere auf dem Vormarsch sind.

Wer jetzt durstig ist und gern ein Bier trinken würde, dem sei gesagt: Es geht nichts über das richtige Feierabendbier mit den richtigen Menschen am richtigen Ort. Aber man sollte auch daran denken, dass das eine Bier zuviel fatale Folgen haben kann und dass man dann nicht nur die eigene, sondern auch die Gesundheit anderer gefährdet.

(Bild: GRHeute)