Marco und Gian-Luzi sitzen bei Frieda in der Beiz. Wildmannli ist auch da. So, irgendwie.

 

Marco: Endlich Speed! 

Gian-Luzi: Was?

Marco: Speed! High-Noon! Frikadelle!

Gian-Luzi: Was hast denn du heute schon intus?

Marco: Ski tenks! Endlich gehts so richtig los! Carlo Janka, Baby! 

Gian-Luzi: Ja, ja, schon gut, du mit deinem Sport.

Marco: Richtig, Sport. Das ist mal etwas, was wir Bündner richtig gut können.

Gian-Luzi: So wie im Fussball meinst du? Und jetzt kommst du auch noch mit Ski? Das war einmal, Marco. Heute spielt der Schweizer Unihockey!

Marco: Ja, ja, kommst du jetzt wieder mit deiner Weltuntergangsleier?

Gian-Luzi: Weltuntergang? Mal im Ernst: Man sieht es doch kommen, dass es bald «klöpfen» wird. Da muss man nicht paranoid sein.

Marco: Ach ja. Und wie kommst du denn darauf, du Genie?

Gian-Luzi: Sieh dich nur mal um: Trump, Merkel, Le Pen, IS, Assad…

Marco: …Merkel…

Gian-Luzi: Sie wird uns retten müssen. Ich hab mir jedenfalls schon Mal ein Überlebenskit auf Weihnachten gewünscht.

Marco: Jetzt werd ich glaub’s auch paranoid.

..

Hast du gesehen, Luzi: Eis ist der neue Schnee in Graubünden: Eispark in Davos, Eispark in Arosa, Eisbar in Chur. Ziemlich cooles Zeugs?

Gian-Luzi: Cool? Ihr seid selbst schuld. Ihr glaubt den Klimawandel ja nicht.

Marco: Was soll denn das jetzt wieder? Was meinst du mit ‚Ihr‘?

Gian-Luzi: Ihr neoliberalen Faschos halt.

Marco: Ok, Luzi. Trink noch eins, komm. Wechseln wir das Thema: Willst du vielleicht über… Parc Adula sprechen?

Gian-Luzi: Sei bloss still. Das Wort hab ich schon lange ad acta gelegt.

Marco: Gut so. Ab ins Archiv, damit der eine oder andere Historiker in den nächsten 100 Jahren ein Thema für seine Bachelorarbeit hat.

Gian-Luzi: Wir Bündner sind einfach bescheuert. Jetzt versagen wir auch noch dort, wo wir sonst am besten sind.

Marco: Was meinst du? Im Tourismus?

Gian-Luzi: Quatsch! Im Subventionen ergattern, tenks.

Marco: Irgendwie bist du heute nicht so lustig, Gian-Luzi.

Gian-Luzi: Kein Wunder. Schuld ist nur das blöde Weihnachtsdings.

 

Wildmannli mag nicht mehr zuhören. Er denkt an Zimtstern, Punsch und wer das grösste Geschenk bekommt. 

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