Gespannt verfolgte ich in der letzten Zeit die Leserbriefe in den Bündner Medien. Als eingefleischter und positive denkender Touristiker standen mir bei den Worten einzelner Schreiberlinge die letzten Haare zu Berge.

Stolz präsentieren wir Politiker uns jeweils an den kleineren und grösseren Veranstaltungen sei es im sportlichen- oder kulturellen Bereich. Personen aus allen Lagern, inkl. der SP, stehen immer stramm, wenn es darum geht, dass man sich während einer Veranstaltung präsentieren kann und dann jeder sehen kann, dass Frau oder Mann auch dabei ist.

Ausgerechnet jetzt, wo wir der gesamten Welt unseren Kanton von seiner besten Seite präsentieren könnten, suchen wir alle möglichen Gründe, warum man dies nicht machen darf. Ausgerechnet wir Bündner, welche so stolz darauf sind, dass wir in allen Bereichen auf erneuerbare Substanzen und Nachhaltigkeit setzen, behaupten nun, dass wir keine nachhaltigen Spiele durchführen können. Darf es sein, dass wir uns nach aussen so negativ verkaufen?

Warum nur haben wir nicht den Mut, der gesamten Weltöffentlichkeit, inklusive dem IOC, zu beweisen, dass wir es können und unsere Spiele im Jahre 2026 im Bereich Infrastrukturbauten, Energieverbrauch und Verkehr als DIE ersten nachhaltigen Spiele der Neuzeit in die Geschichte eingehen. Zeigen wir endlich unseren wahren Bündner Stolz und stehen gemeinsam mit allen Kräften auf, um das Dossier bis zur Feinabstimmung voranzutreiben. Macht es Sinn, dass wir uns diese Chance vertun und dem Wallis genau die Plattform geben, welche für unseren Tourismus äusserst wichtig ist?

Ein Nein am 12. Februar hilft uns nicht weiter und lässt uns unter dem Motto „nur nichts Neues“ an Ort weiterdrehen. Noch schlimmer, wir geben so unsere aufgebaute Stellung im Bereich der grossen Veranstaltungen und der hervorragenden Sportinfrastruktur ohne Gegenwehr Richtung Westen ab. Wollen wir das wirklich?

Packen wir nun die Chancen und eifern unseren Pionieren nach. Mit einem wuchtigen Ja am 12. Februar beweisen wir der Schweiz dass wir es können und wollen!

Peter Engler, Grossrat und Bergbähnler, Davos Dorf

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