Graubünden will definitiv keine Olympischen Spiele. Das Bündner Stimmvolk hat gestern den Antrag für einen Kandidatur Kredit deutlich abgelehnt. Damit ist das Thema Olympia gemäss Bündner Regierung vom Tisch.

Zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren hat das Bündner Stimmvolk Nein zu Olympischen Winterspielen gesagt. Gestern noch deutlicher als im Jahr 2013. Über 60 Prozent der Stimmberechtigten sprachen sich gegen den benötigten Kandidatur-Kredit aus. GRHeute-Redaktor Jürg Feuerstein hat mit Regierungspräsidentin Barbara Janom Steiner über das denkwürdige Abstimmungsergebnis gesprochen.

Die 9 Millionen Franken, welche für die Kandidatur benötigt worden wären, hat die Bündner Regierung darum aber nicht vorrätig. Diese Geld hätte bei einem Ja des Stimmvolkes anschliessend im Grossen Rat beantragt werden müssen.

Barbara Janom Steiner: «Wir sind von den Abstimmungsresultaten überrascht»

«Dass ausgerechnet Orte wie St. Moritz, Arosa oder Davos so deutlich Nein zum Kandidatur Kredit gesagt haben, überrascht uns doch sehr», sagte Regierungspräsidentin Barbara Janom Steiner gegenüber GRHeute. Das Bündner Stimmvolk hat den Kandidatur-Kredit mit über 60 Prozent abgelehnt. Eine Ohrfeige für die Befürworter.

«Ob wir alles unternommen haben, um die Bevölkerung zu überzeugen, wissen wir nicht», sagt Barbara Janom Steiner weiter. «Und warum genau die potenziellen Austragungsort die Vorlage so deutlich abgelehnt haben, ist uns auch ein Rätsel. Die Befindlichkeiten sind in diesen Ortschaften offenbar anders», so die Regierungsrätin. «Offensichtlich ist es uns nicht gelungen, die Stimmbürger davon zu überzeugen, dass es nur um eine Kandidatur und noch nicht um Olympische Spiele geht».

«Damit ist das Thema Olympische Spiele in Graubünden aus Sicht der Regierung vom Tisch», ist sich die Finanzdirektorin sicher.

Das komplette Interview hören Sie oben.

 

(Foto: Jürg Feuerstein)

 

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