Zum Auftakt der Playoff-Viertelfinals mussten die beiden Bündner 1. Ligisten Niederlagen einstecken. Während der EHC Chur vor 712 Zuschauern im Hallenstadion Obere Au dem EHC Wetzikon mit 1:4-Toren unterlag, musste sich der EHC Arosa vor 202 Zuschauern im Sportzentrum Hirslen dem EHC Bülach mit 1:3-Toren geschlagen geben. Damit stehen die Bündner Clubs am Donnerstag bereits unter Zugzwang.

Die Churer boten gegen die Zürcher Oberländer über weite Strecken der Partie eine erbärmliche      Leistung. Sie dominierten zwar in den ersten 20 Minuten das Spielgeschehen, verpassten es aber aufgrund mangelnder Effizienz, in Führung zu gehen, sodass das 0:0 nach dem ersten Drittel das logische Resultat war.

Die Einheimischen schienen mit den Gedanken noch in der Kabine zu sein, als Oliver Bucher nach nur gerade 17 Sekunden des zweiten Drittels das 1:0 für den EHC Wetzikon erzielte. Fünf Minuten später hiess es durch Alain Butty bereits 2:0 für die Gäste, bevor die Platzherren endlich reagierten und in der 27. Minute durch Roland Durisch auf 2:1 verkürzen konnten. Brent Buchmüller stellte in der 28. Minute den Zwei-Tore-Vorsprung aber wieder her, mit dem es nach 40 Minuten auch in die zweite Pause ging.

EHC

In der Folge bemühte sich der EHC Chur zwar, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Doch allzu viel war Stückwerk und wirkte alles andere als überzeugend. So überraschte es dann auch nicht, dass Alain Butty in der 57. Minute mit seinem zweiten Treffer zum 4:1 die endgültige Entscheidung herbeiführen konnte. Der Sieg der Zürcher Oberländer ist mehr als verdient, denn sie waren den Einheimischen in allen Belangen überlegen. Die Churer aber enttäuschten masslos und müssen sich erheblich steigern, wenn sie am Donnerstag in Wetzikon nicht erneut eine böse Überraschung erleben wollen.

EHC Arosa trotz zäher Gegenwehr geschlagen

Der EHC Arosa geriet in Bülach in der 10. Minute durch einen Treffer von Yannick Waller mit 0:1 in Rückstand und bei diesem Spielstand blieb es bis Ende des zweiten Drittels. Nando Jeyabalan war dann in der 41. Minute für den 1:1-Ausgleich besorgt. Dank zwei weiteren Toren von Nico Boner in der 49. Minute und Alexander Kobert in Überzahl kurz vor der Schlusssirene konnten die Bülacher das Spiel aber doch noch mit 3:1 für sich entscheiden.

Am Donnerstag bietet sich dem EHC Arosa im Sport- und Kongresszentrum die Chance, die Serie gegen die Zürcher Unterländer auszugleichen. Spielbeginn ist um 20 Uhr.

In den beiden anderen Partien setzten sich die Favoriten auf eigenem Eis durch. Die Dübendorfer lagen zwar gegen die Pikes EHC Oberthurgau bis zur 48. Minute in Rückstand, konnten sich aber schliesslich doch mit 4:2-Toren durchsetzen. Keine Mühe bekundete dagegen der EHC Frauenfeld, um den EHC Seewen mit 7:2-Toren geschlagen nach Hause zu schicken.

Sieg und Niederlage für die Bündner 2. Ligisten

In der 2. Liga stand die erste Runde der Playoff-Achtelfinals auf dem Programm. Dabei gestaltete der HC Prättigau-Herrschaft sein Heimspiel vor 121 Zuschauern in der Eishalle Grüsch gegen die GDT Bellinzona äusserst erfolgreich und siegte mit 9:2-Toren. Dreimal Kai Kessler, zweimal Remo Gabathuler und je einmal Andrin Siegrist, Björn Depeder, Silvio Mazza und Fabio Rada waren die Torschützen zum ungefährdeten Kantersieg. 

Best Players HCPH

Weniger Erfolg hatte der EHC St. Moritz bei seinem Gastspiel in Schaffhausen. Die Oberengadiner mussten die lange Heimreise nämlich mit einer 3:5-Niederlage im Gepäck antreten, obwohl sie bis ins letzte Drittel an einer Überraschung schnuppern konnten. Die Tore für die Gäste erzielten Marc Camichel, Marc Wolf und Harrison Koch. Am Donnerstag um 20 Uhr stehen sich die beiden Teams wieder in der Eisarena Ludains gegenüber. 

Start in die Relegationrunde 2./3. Liga

Heute Mittwoch um 19:45 Uhr empfängt der Club da Hockey Engiadina in der Eishalle Gurlaina in Scuol den HC Ascona. Die beiden letztjährigen Aufsteiger kämpfen also zusammen mit dem EHC Lenzerheide-Valbella und dem SC Küsnacht um den Ligaerhalt, wobei die letzten zwei Teams der Relegationsrunde in die 3. Liga absteigen müssen. 

 

Resultate unter www.sihf.ch 

 

(Bilder: GRHeute/zVg.)