Nach einem ungefährdeten 4:1-Sieg gegen den HC Ambri-Piotta hat sich der HC Davos am Dienstagabend zwei Runden vor Ende der Regular Season auf Platz 6 vorgearbeitet. Alles ist gerichtet für ein furioses Finale.

Enzo Corvi ist beim HC Davos in dieser Saison so richtig angekommen. Der Churer, der 2012 zum HC Davos stiess, steuerte gegen den HC Ambri-Piotta die Tore zum 1:0 und zum 3:0 bei und avancierte damit zum Matchwinner beim ungefährdeten 4:1-Sieg. Es waren die Saisontreffer Nummer 13 und 14 in gelb-blau für Corvi – deutliche Spitzenwerte in der Karriere des 24-Jährigen. In der Meistersaison 2014/15 erzielte er seine bisherige persönliche Bestmarke mit neun Treffern, letzten Winter verpasste er den Grossteil der Saison nach Verletzungen im Herbst (am Fuss) und im Frühling (an der Hand).

Es ist aber nur auf den ersten Blick ist erstaunlich, dass Corvi diese Saison derart stark von seinen Verletzungssorgen zurück kam. Angesichts der Qualitäten des Scharfschützen, der letztes Jahr auch in der Schweizer Nationalmannschaft debütierte, ist der Aufstieg kein Wunder. Viele Fans warteten auf den Durchbruch des Churers. Mit 14 Toren und 22 Assists ist Corvi zurzeit in der internen Davoser Skorerliste die Nummer 4, hinter Perttu Lindgren, Mark Wieser und Andres Ambühl.

Gute Noten verdiente sich gestern auch Söldner Tuomo Ruutu, der sich ein Tor und einen Assist gutschreiben liess. Für das vierte Tor der dominierenden Bündner sorgte Claude-Curdin Paschoud mit seinem zweiten Saisontreffer im Powerplay. Ärgern dürfte sich HCD-Goalie Joren van Pottelberghe, der wieder einmal zum Einsatz kam und seinen Kasten bis acht Minuten vor Schluss rein hielt. Besonders erwähnenswert ist sicher auch das Comeback von Sciaroni Gregory, der nach langer Verletzungspause offenbar rechtzeitig für die Playoffs wieder fit wird.

Mit dem Sieg gegen Ambri ist der HCD in der NLA-Tabelle auf Rang 6 vorgestossen. Im Kampf um die Playoff-Platzierungen stehen nun noch zwei Spiele an, am Wochenende fallen alle Entscheidungen. Das Highlight ist dabei sicher das Direktduell von Freitagabend zwischen Biel und Davos. Hier die aktuellen Rangierungen der Plätze 5-8 mit dem Restprogramm:

5. Genf-Servette 48 Spiele/72 Punkte (ausstehende Spiele: a. Bern, h. Kloten)

6. Davos 48/72 (a. Biel, h. Langnau)

7. Biel 48/70 (h. Davos, a. Zug)

8. Lugano 48/68 (a. Lausanne, h. ZSC Lions)

 

 

 

 

Telegramm

Davos – Ambri-Piotta 4:1 (1:0, 2:0, 1:1) 
4554 Zuschauer. – SR Massy/Vinnerborg, Borga/Castelli. 

Tore: 17. Corvi (Eggenberger) 1:0. 24. (23:37) Ruutu (Ambühl, Du Bois) 2:0. 25. (24:18) Corvi (Kousal, Heldner) 3:0. 52. (51:57) Paschoud (Ruutu, Ambühl/Ausschluss Lauper) 4:0. 53. (52:11) Mäenpää (Stucki, Bianchi/Strafe angezeigt) 4:1. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 7mal 2 plus 10 Minuten (Lauper) gegen Ambri-Piotta. 

PostFinance-Topskorer: Marc Wieser; Emmerton. 

Davos: Van Pottelberghe; Du Bois, Kindschi; Heldner, Forster; Forrer, Paschoud; Jung, Rahimi; Ambühl, Ruutu, Kessler; Marc Wieser, Schneeberger, Kousal; Sciaroni, Corvi, Eggenberger; Simion, Walser, Jörg. 

Ambri-Piotta: Descloux; Trunz, Gautschi; Zgraggen, Mäenpää; Ngoy, Jelovac; Fora; Guggisberg, Hall, Lauper; Pesonen, Emmerton, Monnet; Stucki, Fuchs, Bianchi; Duca, Kamber, Lhotak; Berthon. 

Bemerkungen: Davos ohne Egli, Spylo und Axelsson (alle verletzt), Dino Wieser (gesperrt), Lindgren (überzähliger Ausländer), Ambri-Piotta ohne Kostner und Berger (beide verletzt), Bastl und Collenberg (beide überzählig), sowie D’Agostini (überzähliger Ausländer). Lattenschuss Jung (39.) Timeout Ambri-Piotta (24:18).

 

(Bild: EQ Images/Jürgen Staiger)