Jürg Ritter, Präsident des Bündner Kantonalen Schwingerverbandes hofft, dass dank den Leistungen von Armon Orlik eine Sogwirkung entsteht und diese die Jungen zu Höchstleistungen antreibt.

Im letzten Jahr hat Armon Orlik die Schwingerszene zumindest im Nordostschweizer Verbandsgebiet fast nach Belieben dominiert. Der junge Maienfelder hat sechs Kranzfester gewonnen und sich insgesamt acht Kränze geholt. Orlik ist aber leider der einzige Spitzenschwinger im Bündnerland. GRHeute Redaktor Jürg Feuerstein hat mit Jürg Ritter, Präsident des Kantonalen Schwingerverbandes über dieses Thema gesprochen.

Das war Jürg Ritter im Interview mit GRHeute Redaktor Jürg Feuerstein.

 

«Wir können niemanden in den Schwing-Keller zerren»

«Der Bündner Kantonale Schwingerverband hat zur Zeit nur einen Spitzenschwinger und das ist Armon Orlik», sagt Jürg Ritter. Der Präsident des Kantonalverbandes hofft darum auf einen „Orlik-Effekt“. «Mit seinen hervorragenden Leistungen in den letzten zwei Jahren hat der Maienfelder gezeigt, was möglich ist. Aber es braucht viel, und hartes Training», sagt Ritter und betont: «Wir können niemanden in den Schwing-Keller zerren. Aber wer den Trainingsaufwand scheut, schafft es nicht».

«Und einfacher wird es in den nächsten zwei, drei Jahren für die Bündner nicht. Gute „Mittelschwinger“ wie Beat Clopath oder Roman Hochholdinger werden auch nicht mehr lange schwingen», ist sich Jürg Ritter bewusst. «Wir brauchen also Nachwuchs. Es gibt ein paar gute, aber wenn die Jungs dann in die Lehre kommen, oder auch ab und zu in den Ausgang möchten, wird es schon wieder schwierig», weiss Jürg Ritter. «Dann verschieben sich die Prioritäten wieder. Aber wir sind zuversichtlich das wir in ein paar Jahren wieder zwei, drei Spitzenschwinger haben werden».

 

Das komplette Interview hören Sie oben.

 

(Foto: Erwin Keller – kellermedia)