Der Januar und der Februar 2017 sind aus Sicht der Bündner Bergbahnen erfreulich verlaufen – zumindest im Vergleich zum schwachen letzten Winter. Von einer Kehrtwende kann zwar nicht gesprochen werden, sicher ist aber, dass der Winter für die Bergbahnen zumindest bessere Resultate bringen wird als 2015/16. Im Mehrjahres-Durchschnitt ist der Transport-Rückgang aber weiterhin besorgniserregend.

Die Fakten des aktuellen Monitorings der Branchenorganisation Bergbahnen Graubünden (BBGR), die  rund 90% des gesamten Bündner Transportumsatzes vertritt.

  • Die Bündner Bergbahnunternehmen verzeichneten im Februar 2017 eine Zunahme an Gästen von 2.2% gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Fünfjahres-Durchschnitt respektive dem Neunjahres-Durchschnitt liegen die Gästezahlen im Februar 2017 jedoch 2.3% respektive 7.2 zurück.
  • In der Wintersaison 2016/17 verzeichnen die Bündner Bergbahnunternehmen bis Ende Februar 2017 eine Zunahme der Gäste von 5.7% gegenüber dem unterdurchschnittlichen Vorjahr. Im Vergleich zum Fünfjahres-Durchschnitt und zum Neunjahres-Durchschnitt liegen die Gästezahlen des Winters 2016/17 5.5% respektive 13% zurück.
  • Der Transportumsatz erhöhte sich im Februar 2017 gegenüber dem Vorjahr um 7.6% und im Vergleich zum Fünfjahres-Durchschnitt um rund 3.9%.
  • Bis zum 28. Februar 2017 verzeichnen die Bündner Bergbahnunternehmen beim kumulierten Transportumsatz eine Zunahme von 6.1% gegenüber dem unterdurchschnittlichen Vorjahr und eine Einbusse von 5.3% gegenüber dem Fünfjahres-Durchschnitt.
  • Der Gastronomieertrag stieg im Februar 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 6.0% an.
  • Die Gründe für die positive Entwicklung liegen auf der Hand. Zum einen hat das Wetter im Februar 2017, mit viel Sonnenschein und schon fast milden Temperaturen für ideale Wintersportbedingungen gesorgt und zum anderen, war
    es keine Herausforderung die letztjährigen unterdurchschnittlichen Zahlen zu übertreffen. Im Weiteren hat der anhaltende Hochnebel im Mittelland sicher den einen oder anderen Ausflug in die Berge begünstigt – nicht zu vergessen die Werbung durch die Ski-WM in St. Moritz.
  • Aufgrund der späten Oster-Feiertage endet für die Mehrheit der Bündner Skigebiete die Wintersaison 2016/17 Ende März/ anfangs April. Für diejenigen Skigebiete, die noch Schneesport bis zu den Ostern oder anfangs Mai anbieten, ist zu hoffen, dass nochmals ordentlich Schnee fällt, haben doch die milden Temperaturen und der Föhn dem natürlichen Schnee zu Beginn des Monats März sichtbar zugesetzt.
  • Für das Oberengadin war der Februar 2017 einer der besten im Vergleich der letzten 5 Jahre. Die Alpine Ski-WM hat hierzu einen grossen Anteil beigetragen, war doch aufgrund der späten Ostern und den damit im Vergleich zum Vorjahr 3 Wochen später stattfindenden Faschingsferien erst ab Mitte Monat mit anziehendem Wintersportferiengeschäft zu rechnen. Die WM konnte hier in der ersten Monatshälfte in die Bresche steigen. Viele WM-Besucher nutzten die Gelegenheit im Vorfeld und neben den Rennen ebenfalls den Berg und die herrlichen Pisten als Wintersportler zu geniessen. Die durch die Bergbahnen in den Zielraum transportierten Fussgänger-Zuschauer sind in den angegebenen Zahlen nicht enthalten.

 

(Archivbild: GRHeute)

Open Popup