Auf-, Ab-, Aussteiger: Die HCD-Statistik 2016/17 unter der Lupe

Der HC Davos ist am Samstag nach genau 60 Spielen der Saison 2016/17 im Halbfinal gegen den EV Zug ausgeschieden. Ein Blick auf die Statistiken der Bündner.

Die Goalgetter

Inklusive Playoffs haben drei Spieler die interne Skorerliste an der Spitze abgeschlossen: Dazu reichten Andres Ambühl (18 T/30 A), Perttu Lindgren (20/28) und Enzo Corvi (18/30) in dieser Saison 48 Punkte. Ambühl bewegte sich damit auf dem Level des Vorjahres, Lindgren büsste gegenüber seinem Liga-MVP-Jahr (72 Punkte) massiv ein, was sich vor allem in einer schlechten Ausbeute im neuen Jahr wiederspiegelte. 

Der Aufsteiger

Enzo Corvi ist gross zurückgekommen. Ein Jahr nach seiner verletzungsbedingt verkürzten letzten Saison mit 13 Punkten legte Corvi seine mit Abstand beste Saison in gelb-blau hin und in Zahlen um 35 Punkte zu gegenüber 2015/16. Auch in den Playoffs war er mit vier Toren und fünf Assists der zweitbeste Davoser Skorer.

Der Torschützenkönig

Marc Wieser buchte diese Saison inklusive Playoffs 24 Tore, was ihm den Titel des internen Torschützenkönigs einbringt. Insgesamt skorte der Kübliser aber 11 Punkte weniger als in der Vorsaison. 

Weitere ‚Movers‘

Dario Simion toppte seine skorermässig beste Saison aus dem Vor-Vorjahr und legte gegenüber letzter Saison um zehn persönliche Punkte zu (auf 31 Skorerpunkte). Auch Youngster Tino Kessler steigerte sich deutlich (+7 Punkte) und knackte mit 11 Punkten erstmals die «Zweitstellige». Deutliche Negativtendenz zeigte dafür Samuel Walser, der 10 Punkte weniger beisteuerte als noch letzte Saison (15 Punkte). Einen noch grösseren Rückschritt verzeichnete nur Mauro Jörg, der allerdings die Hälfte der Saison verletzungsbedingt verpasste (9 Tore, 8 Assists, -15 Punkte gegenüber dem Vorjahr), .

Das Comeback

Ein erfolgreiches Comeback nach seiner Verletzung im Herbst feierte Dino Wieser: Wie schon letzte Saison gehörte er in den Playoffs zu den Davoser Aktivposten und führte die interne Skorerliste mit 7 Toren und 5 Assists in 10 Spielen deutlich an. 

Die Strafenkönige

Gregory Sciaroni war der «böseste» Davoser in der abgelaufenen Saison mit 94 Strafminuten, gefolgt von Perttu Lindgren (72),  Beat Forster (64), Andres Ambühl (53) und Marc Wieser (46).

Die (Un-)Effizientesten

In der Plus/-Minus-Bilanz des HCD Ausgabe 2016/17 weist Verteidiger Noah Schneeberger (+19) die besten Werte vor Marc Wieser (+14) und Perttu Lindgren (+13) auf. Erstaunlich der vierte Rang für den Youngster Sven Jung (+10). Auf der Negativseite hat Gregory Sciaroni die schwächsten Statistiken (-13), «gefolgt» von Simon Kindschi (-9), Samuel Walser (-8), Daniel Rahimi (-6) sowie Andres Ambühl, Felicien Du Bois und Tuomo Ruutu (je -5).

Die Verstärkungen

Der Rückgang der Punkteproduktion bei Perttu Lindgren wurde erwähnt. Auch sonst haben die Davoser Söldner diese Saison wenig Skorerqualitäten gezeigt: Robert Kousal legte seit Neujahr zwar massiv zu und skorte regelmässig, war insgesamt aber auch kein Reisser im Angriff. Am Ende wurde er mit 35 Punkten teamintern Fünfter (Dick Axelsson, letzten Winter die Nummer 2 der ausländischen Stürmer hinter Lindgren, hatte im Vorjahr 46 Punkte geholt). Ansonsten waren die Verstärkungen offensiv praktisch kein Faktor, als dritterfolgreichster Davos Söldner wurde Tuono Ruutu teamintern gerade noch 13. bester Punktesammler. Das heisst: Von den besten 12 Punktesammlern waren 10 Schweizer. Über alle anderen Söldner hüllen wir den Mantel des Schweigens, ausser vielleicht über Defensiv-Defensivverteidiger Daniel Rahimi: Auch wenn klar ist, dass der Schwede zum Hobeln und Stabilisieren geholt wurde: 0 Tore und 4 Assists in einer ganzen Saison – echt?

 

(Bild Beat Forster: Twitter HC Davos)