Obwohl einige hoch gelegene Skigebiete noch bis im Mai inb Betrieb sind, lässt sich gestützt auf die Zahlen von Ende März bereits eine erste provisorische Bilanz über die aktuelle Wintersaison ziehen: Sowohl die Gästezahlen (- 2,9 Prozent) als auch der Transportumsatz (- 0,5 Prozent) der Seilbahnen liegen gegenüber dem Vorjahr etwas zurück. Dies zeigt das Saison-Monitoring von Seilbahnen Schweiz.

Die monatliche stichprobeartige Erhebung zur Saisonentwicklung von Seilbahnen Schweiz (SBS) weist für die Periode von Saisonbeginn bis Ende März 2017 einen leichten Rückgang aus: Sowohl die Gästezahlen (- 2,9 Prozent Ersteintritte) der Seilbahnen als auch der Umsatz des Personentransports (- 0,5 Prozent) liegen hinter der Vorjahresperiode zurück.

Zwar ist das Ostergeschäft im aktuellen Monitoring noch nicht enthalten, da Ostern dieses Jahr in den April fällt; insofern ist der Vergleich mit dem Vorjahr nur bedingt aussagekräftig. Trotzdem deuten die März-Zahlen darauf hin, dass die Wintersaison 2016/17 insgesamt schlechter sein dürfte als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre.
Am stärksten war der Gästerückgang in den Waadtländer und Freiburger Alpen, im Berner Oberland und im Tessin. Demgegenüber sind die Einbussen in Graubünden, in der Zentralschweiz und im Wallis noch relativ moderat ausgefallen.

Zum dritten Mal in Folge sehr herausfordernder Saisonstart
Zum dritten Mal in Folge mussten die Schweizer Skigebiete aussergewöhnlich schneearme Weihnachtstage verkraften; nur Wintersportgebiete mit technischer Beschneiung konnten im grösseren Stil offene Pisten anbieten. Entsprechend mager waren die Zahlen per Ende Dezember: Mit – 12,6 Prozent Gästen und – 4 Prozent Umsatz lag der heurige Saisonstart sogar noch hinter dem bereits aussergewöhnlich dürftigen Vorjahr zurück. Im Januar und Februar verzeichneten die Bahnen dann jedoch sehr gute Frequenzen – dies, nachdem der Wintereinbruch bis hinunter ins Flachland doch noch verbreitet für Winterstimmung gesorgt hatte. Im März flachte das Gästeaufkommen jedoch wieder etwas ab, so dass die im Februar ins Plus gerückten Zahlen per Ende März wieder leicht ins Minus gefallen sind.

Gemäss MeteoSchweiz war der vergangene Winter aussergewöhnlich trocken: Es fiel gerademal etwa halb so viel Niederschlag wie im langjährigen Mittel. Einige Regionen (z.B. das Wallis und die Westschweiz) verzeichneten sogar den trockensten Winter seit mehreren Jahrzehnten.

Frühlingsskifahren
Noch ist die Wintersaison aber nicht überall zu Ende. Aktuell herrschen in den höher gelegenen Skigebieten noch beste Pistenbedingungen, und die Liftanlagen sind noch bis Ostern offen. In einigen Stationen dauert die Skisaison sogar noch bis in den Mai hinein. Die Websites der Bergbahnen informieren über die Betriebszeiten.

 

(Bild: GRHeute)