Was passiert, wenn eine Lehrerin, zwei Studenten und ein Kaufmann Langeweile haben? Genau: Sie bestellen ein paar Chilisamen und machen einen Wald daraus. Mit Crowdfunding wollen sie ihr Projekt jetzt vergrössern.

Manchmal beginnen Märchen so: Eine Frau und ein Mann sitzen auf dem Sofa und spinnen Ideen. Man will gar nicht wissen, wieviel Wein es brauchte, bis die Idee da war: Wir bestellen uns ein paar Chilisamen und den Rest erledigt die Natur. Die Natur war gnädig, der Ertrag war so gross, dass zu Weihnachten, Geburtstag und anderen Gelegenheiten ganz viel verschenkt werden konnte.

Das ist drei Jahre her, und Sandra Strohmaier und ihr Lebenspartner Curdin haben noch immer dermassen Freude an den Chilis, dass sie mittlerweile ein ganzes Kinderzimmer voll Chilibäume voll haben. «Letzten Januar gab es 150 Pflänzli», sagte Sandra Strohmaier.

So schnell wie die Chilis wuchs die Zahl der Beteiligten: Zu Sandra Strohmaier, die mit dem grünen Daumen, und ihrem Lebensgefährten, dem Macher, gesellten sich ihr Bruder Claudio, der Rechner, und dessen Lebenspartnerin Flurina, die Kreative, die praktischerweise im gleichen Haus in einer Wohnung mit einer riesigen Dachterrasse wohnen.

Claudio adoptierte eine Pflanze, das Nani kaufte eine Grow Box («Die vergeilen sonst!»)  und der Papa bohrte in stundenlanger Feinarbeit Löcher in Plastikbecher – für das spätere Pikieren der Pflanzen. Und die Mutter leistet bei Bedarf wertvolle Hütedienste. «Alle helfen mit», sagt Sandra Strohmaier.

Aus den fünf Samen ist mittlerweile eine eingetragene Firma geworden: Cala Chili. «Der Name stammt ursprünglich aus dem hawaiianischen, dient aber heute als Abkürzung für den Calanda», sagt Sandra Strohmaier. Schliesslich können die wachsenden Chilis von ihrer Dachterrasse das Panorama in den Sommermonaten voll geniessen.

Cala Chili2

Das Cala-Chili-Quartett tritt an Märkten und im Internet auf; bisher gibt es sieben Salze in verschiedenen Geschmacksrichtungen, Chili-Schneider, Öle und diverse andere Dinge, die auch als Firmengeschenke oder als Teil eines Scarnuz gekauft werden können. Doch die Macher wollen mehr: Energie-Riegel erfinden, ein Gewächshaus bauen und und und. Die Ideen kommen praktisch im Minutentakt, doch es fehlt, wie immer, das Geld.

Dafür gibt es Crowdfunding, und wer das Cala-Chili Quartett aus Landquart unterstützen will, kann das auf www.wemakeit.ch tun. Das Ziel: 9500 Franken in 40 Tagen. Bisher sind knapp 1500 erreicht. Darum: Spenden!! Damit das Märchen für die vier aus Landquart wahr wird.

(Bilder: Cala Chili)