Momo Christens Leben ist geprägt von Trennungen. Noch bevor sie Wurzeln schlagen konnte, zog sie das Leben wieder weiter. Auf regelmässige Heimaufenthalte als Kind folgten Aufenthalte in der Psychiatrie als Erwachsene. Mit ihrer Geschichte möchte sie Hoffnung machen. Hoffnung, dass es eben keine «hoffnungslosen Fälle» gibt.

Als Momo ihren 14. Geburtstag feiert, ist sie bereits 16 Mal umgezogen, fünf Mal von den Eltern weggeschickt und wieder zurückgeholt worden und hat in acht verschiedenen Kantonen gelebt und zehn verschiedene Schulen besucht.

Die bewegende Geschichte einer Suchenden

Auf Vertrauen folgt das Verlassenwerden. Auf Hoffnung die Enttäuschung. Nach dem Höhenflug folgt der Absturz. Auf Selbsthass Selbstzerstörung. Sie will frei sein und fliegen. Und sie stürzt. Immer und immer wieder. Drogen, Suizidversuche und Kontrollverluste werden zu ständigen Begleitern ihres Lebens. Momo macht unzählige Therapien. Rafft sich immer wieder auf und sucht einen neuen Weg. Doch das Gefangensein in sich selbst, es ist spürbar. Das Gefühl des Verlorenseins und die verzweifelte Suche nach dem Ausweg ebenso. Die Vergangenheit ist schneller und holt sie ein. Lähmungen. Essstörungen. Süchte. Momo erfährt, wie es sich anfühlt, die Macht über sich selbst zu verlieren. Unterstrichen wird die bewegende Geschichte mit eigenen Gedichten, in denen Momo ihre tiefsitzende Trauer und Angst ausdrückt.

Vom Wunsch, geliebt zu werden

Die Autorin schreibt über Freundschaft und Liebe. Über ihre Beziehungen zu Mutter und Vater, zu Geschwistern, Grosseltern und Freunden, zu Tieren, zu einem Partner, zu Pflegeeltern, Lehrern und weiteren Betreuern und Bezugspersonen. Über den Wunsch, verstanden, gesehen und akzeptiert zu werden. Sie findet die Liebe im Aussen. Muss sie aber schweren Herzens wieder gehen lassen. Die Liebe zu sich selbst sowie Akzeptanz und Verständnis für ihre eigene Person, das hat sie gewonnen und das macht ihr Leben wieder lebenswert. Heute führt Momo ein «fast normales Leben», wie sie sagt. Sie hat nicht aufgegeben, sondern Ruhe in ihr Leben einkehren lassen.

Die Autorin
Die 46-jährige Momo Christen aus Bern ist gelernte Pflegeassistentin und Kindergärtnerin und arbeitet als «Expertin durch Erfahrung». Mit ihrem Werk «Sprung ins Leben» veröffentlicht sie ihre Lebensgeschichte. Eine Geschichte, mit der sie Mut machen will, die Hoffnung nie zu verlieren. Denn trotz schmerzlicher Erfahrungen hat sie sich immer wieder aufgefangen und sagt: «Umfallen ist menschlich; aufstehen anstrengend, aber dringend notwendig.»
www.momochristen.ch

Das Buch
Autobiographie, Deutsch
Einband: Buch (gebunden)
Seitenzahl: 192
Erscheinung: 17. April 2017
Verlag: Driftwood
Erhältlich: Im Buchhandel
Preis: CHF 31.90

Buchvernissage mit Apéro
Freitag, 21. April 2017, 19:00 Uhr
Seniorenzentrum Cadonau, Chur (Cadonausaal)
Unkostenbeitrag: CHF 10.–
Anmeldung: momo.christen@bluewin.ch

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