Die Bauernschaft im Graubünden weibelt für ein Ja zum Energiegesetz, weil sie sich dadurch neue Subventionen erhofft. Statt den bereits bekannten staatlichen Unterstützungsmassnahmen für bspw. Milch, Käse oder Fleisch soll der Staat neu also auch noch die Produktion neuer erneuerbarer Energie finanziell abgelten. Die Subventionierung für Solarkraft- oder Biogasanlagen macht jedoch überhaupt keinen Sinn, weil hier die notwendige Effizienz völlig fehlt. Man rechne selber: Die Jahresproduktion des Solarkraftwerks «Stade de Suisse» in Bern wird von Leibstadt in nur rund 60 Minuten erreicht !! Auch bei den Biogasanlagen ist die Ausbeute nicht besser. Statt unsere Steuergelder in unzureichende Solar- und Biogasanlagen zu versenken, die niemals einen nennenswerten Anteil an unsere Energieversorgung beitragen werden, müssten diese in effizientere Technologien investiert werden. Die enge Sicht auf das Wohl der Bündner Bauern genügt nicht, man muss den Blick aufs Ganze bewahren und das Energiegesetz am 21. Mai 2017 deshalb ablehnen.

Walter Hegner, Vizepräsident SVP Graubünden, Chur

 

(Bild: GRHeute)