Der Verein Alpenbikepark Chur hat am letzten Wochenende das erste von fünf Shape-Weekends durchgeführt. Dabei geht der Verein mit Freiwilligen auf die Bike-Trails, setzt sie wieder in Stand und baut sie aus. Am ersten Wochenende in Chur leisteten 25 Helfer rund 200 Arbeitsstunden zum Wohl des Mountainbike-Sports.

«Wir sind leidenschaftliche Mountainbiker – Downhiler – und haben es uns zum Ziel gemacht, den Bikesport allgemein und vor allem in unserer Region zu fördern. Unser Verein möchte Jung und Alt dazu bewegen, raus in die Natur zu gehen und sich sportlich zu betätigen – natürlich mit einem Mountainbike», begründet Flavio Schlegel, Marketingverantwortlicher des Vereins Alpenbikepark, das Engagement, «wir lieben, was wir tun und wollen einfach ein Angebot schaffen, das das Bikerherz höher schlagen lässt.»

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Dass der Churer Hausberg schon längere Zeit ein Geheimtipp unter den Schweizer Bikeparks ist bekannt. Der Verein hat letztes Jahr gemäss eigenen Aussagen mehr als 1000 Arbeitsstunden Freiwilligenarbeit geleistet, um den Park zu unterhalten und Park und Verein weiterzuentwickeln. Für Schlegel ist der Lohn ein anderer als schnöder Mammon: «Wir machen das aus purer Liebe zum Sport und dem Verein; es gibts fast nichts Cooleres als mit Freunden an einem schönen Tag auf den Berg zu gehen, zu biken oder an den Trails zu arbeiten. Vor allem, wenn man danach all die Gesichter in unserem Bikepark sieht, die mit breitem Grinsen vor Glück strahlen.»

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Mit der Stadt Chur hat der Verein ein gutes Einvernehmen. «Wir arbeiten eng mit dem Forstamt zusammen. Das Forstamt ist ein super Partner von uns, von seiner Seite her geniessen wir sehr viel Unterstützung und Hilfeleistungen über die wir sehr dankbar sind», so Schlegel, «wir haben einen Vertrag mit der Stadt und mit den Bergbahnen Chur Dreibündenstein. Von Chur Tourismus geniessen wir auch Unterstützung, über die wir froh sind. Jedoch ist das Bewusstsein darüber, was wir als Verein eigentlich alles leisten, eher dünn gesät.» Und fügt hinzu: «Was uns aber nicht daran hindert, den geilsten Bikepark von Hand zu schaufeln.»

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Der Verein Alpenbikepark Chur hat mittlerweile rund 125 Mitglieder, überwiegend aus Graubünden. «Die meisten sind angefressene Biker; Downhill und Enduro-Fahrer, die gerne selbst Hand anlegen und den Bikesport für sich persönlich, aber auch alle anderen Biker weiterbringen möchten», so Schlegel. Die Downhiller von nah und fern freuts: Auch diesen Frühling warten wieder fünf perfekt präparierte Trails am Churer Hausberg. Wer Interesse an den Aktivitäten des Vereins Alpenbikepark hat, findet auf der Webseite mehr Infos. Bikepark Trailbuilding Chur 2017156159_1473780959340279_90091689114Bikepark Trailbuilding Chur 201765292_o

Das macht den Churer Hausberg Brambrüesch aus

So beschreibt Flavio Schlegel den Trail auf Brambrüesch: «Chur hat den optimalen geografischen Standort, 500 M.ü.M., während andere Bikeparks ihre Talstation auf 1500 M.ü.M. haben. Wir haben die längste Saison überhaupt; der Bikepark ist generell bis Ende Dezember offen – sofern die Schneeverhältnisse es zulassen.

Unser Bikepark umfasst zwei Sektionen; von der Talstation zur Mitte und von der MItte bis ganz oben. Dieser Umstand verteilt an besucherstarken Tagen die Leute super über beide Sektionen, so dass man trotz Ansturm keine lange Wartezeiten hat. In unserem Bikepark sind es gute 1000 Höhenmeter, welche man in einer Abfahrt bewältigen kann. Die fünf Trails beinhalten zwei Anfänger-Trails (Flowline – Schwierigkeitsstufe Blau), einen mittelschweren und naturbelassenen Downhilltrail (Schwierigkeitsstufe Rot) und zwei schnelle, mit vielen Sprüngen und Drops gespickten schwere Donwhillstrecken (Schwierigkeitsstufe Schwarz).

Ich denke unser Park ist so beliebt, weil sehr viel Liebe drin steckt – die ganze Handarbeit. Unsere Besucher schätzen das sehr. Man merkt schnell, dass der Park von Bikern für Biker gebaut wurde. In der Vor- und Nachsaison oder während des Weltcups auf der Lenzerheide trifft man in unserem Bikepark auch immer wieder den einen oder anderen Pro-Fahrer an.»

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