Der Kanton Graubünden ist gesegnet mit vielen Openairs. Doch wie organisiert man eigentlich ein Openair? Vielfach wird unterschätzt, was alles hinter den Freiluftkonzerten steckt. Wir haben mit allen Bündner Musikfestivals gesprochen und einen Blick in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gewagt. Herzlich willkommen zu Backstage Festivalsommer.

 

Name des Openairs: Open Air Malans
Datum: 4. + 5. August 2017
Ausgabe Nr.:16
Gründungsjahr: 2000
Anzahl Bands 2017: 19
Programm 2017:
Webseite: www.openairmalans.ch
Fassungsvermögen Publikum: 1000
Organisationskomitee inklusive Funktionen: André Senften (Präsident/Bau), Mathias Caprez (Vizepräsident/Finanzen), Roger Wäckerlin (Gastro), Simon Leisinger (Deko), Michaela Sulser (Gastro), Chris Bluemoon (Bands, Marketing), Pascal Rüegg (Sponsoring/Personal) und Peter Hartmann (Sponsoring/Transport)

Interviewpartner inklusive Funktion:
Mathias Caprez, Vizepräsident

Wie entstand die Idee zu eurem Festival?

Anfang der 2000er wollten ein paar Malanser gute Atmosphäre auf dem Geissrücken bringen und ihn für mehr Leute zugänglich machen. Aus dem kleinen Fest entwuchs bald das Open Air.

Welches war euer bisher bestes Jahr?

Finanziell gesehen 2016.

Was sind die Highlights in diesem Jahr?

Nickless, Ritschi, der neue Biergarten und vieles mehr.

Wie viele Helfer sind vor Ort, wenn euer Festival steigt?

150.

Gab es irgendwann auch mal ein Jahr, als die Durchführung auf der Kippe stand?

Mehrere.

Wie viele Stunden sind die OK-Mitglieder mit der Organisation beschäftigt?

Es sind rund 200 stunden pro OK-Mitglied. Total sind es also insgesamt 1600 Stunden.

Wie steht es um euer Sicherheitskonzept, nach den Terrorangriffen auf Konzerte?

Das Sicherheitskonzept wurde verstärkt, in dem die Eingangskontrollen gründlicher und konsequenter durchgeführt werden, absolutes Glas-, Dosen-, Waffenverbot auf dem Platz herrscht und das Sicherheitspersonal aufgestockt wurde.

Habt ihr beim OK hauptsächlich die gleichen Personen involviert oder wechselt das häufiger?

Durchschnittlich 2/8 der OK-Mitglieder wechseln pro Jahr.

Niemand redet gerne über Geld, aber wer war der bisher teuerste Act an eurem Festival?

No comment.

Was macht euer Openair aus?

Bündner Acts, gutes Essen und eine familiäre Atmosphäre.

Warum gehen die Leute jährlich zu euch und nicht an andere ausserkantonale Openairs?

Einerseits ist es sicher die Nähe. Anderseits denke ich, wir bieten ein gutes Unterhaltungsprogramm an.

Welche Kosten werden zumeist unterschätzt von Organisatoren?

Meist addieren sich die kleinen Dinge, welche man vergessen hat zu grossen Beträgen.

Wie rege ist der Kontakt unter den verschiedenen Openairs?

Man tauscht sich durchaus einige Male im Jahr aus. Auch um sich gegenseitig Tipps zu geben. Alle Open Airs können von einander lernen. Bringt ja niemandem was, die gleichen Fehler mehrmals zu machen.

Ist es ratsam in Graubünden ein weiteres Openair auf die Beine zu stellen oder sollte man besser die Finger davon lassen?

Mit den richtigen Partnern in organisatorischer und finanzieller Hinsicht, kann es durchaus ein neues Open Air schaffen, solange es authentisch ist und konservativ budgetiert.

Wie geht es weiter mit eurem Openair?

Das schauen wir jedes Jahr aufs Neue an.

18891851_1574075342663743_4317109936447234959_o

Keine Artikel mehr
Open Popup