Die NHL-Organisation der New Jersey Devils hat am Samstag den Goalie des HC Davos, Gilles Senn, gedraftet. Gegenüber der «Davoser Zeitung» erklärte der 21-Jährige, dass er in Davos noch einiges vor habe.

HCD-Goalie Gilles Senn ist nicht nur der Davoser Aufsteiger der letzten Saison, auch sonst läufts rund im Leben des Youngsters. Letzte Woche schloss er seine schulische Ausbildung mit der Maturafeier am Sport-Gymnasium Davos (SSGD) ab, bei dem er auch als Sportler des Jahres ausgezeichnet wurde. Am folgenden Tag wurde er informiert, dass er in der 5. Runde als Nummer 129 von den New Jersey Devils gezogen wurde.

Verfolgt habe er das grosse Draft-Spektakel nur am Rande, so Senn gegenüber der «Davoser Zeitung». Auf der offiziellen Draft-Liste war der 21-Jährige vor dem Event nicht zu finden, im Gegensatz von vor drei Jahren: «Es ist schön, dass ich den Draft doch noch geschafft hatte; ich bin froh, dass ich gezogen wurde.» In die NHL wechseln wird Senn deswegen nicht – noch nicht. «Ich will beim HCD einen guten Status erreichen, mich durchsetzen und möglichst viel Erfolg haben», so der gross gewachsene Walliser. Falls er mal nach Nordamerika wechsle, sei der Draft ein «gutes Sprungbrett». Möglicherweise wird er diesen Sommer auch noch ein Development Camp in New Jersey absolvieren. 

Auch HCD-Trainer Arno Del Curto ist voll des Lobes für seinen Goalie: «Gilles hat alles für eine grosse Karriere. Aber er hat noch einen langen Weg vor sich.» Der Davoser Goalie-Trainer Markus Kull, der erneut das Kunststück geschafft hat, einen Goalie innerhalb einer Saison praktisch aus dem Nichts zum NLA-Goalie herauszubringen, bleibt gegenüber der «Davoser Zeitung» auf dem Boden: «Draft ist Draft. Das darf man nicht überbewerten. Für mich zählt die Leistung. Wenn Gilles weiterhin so arbeitet wie bisher und sich so weiterentwickelt, kommt das von selbst.»

 

 

(Bild: Twitter/HCD/Hockeysince1921)