Der Kanton Graubünden und die nahe Umgebung sind gesegnet mit vielen Openairs. Doch wie organisiert man eigentlich ein Openair? Vielfach wird unterschätzt, was alles hinter den Freiluftkonzerten steckt. Wir haben mit allen Bündner Musikfestivals gesprochen und einen Blick in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gewagt. Herzlich willkommen zu Backstage Festivalsommer.

Name des Openairs: Out in the Gurin
Datum: 04.-06.08.2017
Ausgabenummer: 14. Ausgabe
Gründungsjahr: 2002
Anzahl Bands 2017: 27
Website: www.outinthegurin.ch
Fassungsvermögen Publikum: 1200
Organisationskomittee inkl. Funktionen:
Oliver Hager, Präsident
Thomas Ernst, Bauchef
Armena Küchler, Kasse
Magnus Gienal, Finanzen
Jakob Eicher und Katja Stähli, Bar
Dominique Oesch, Backstage
Lea Kehrein, Food
Claudio Willi, Bands
Simone Wildhaber, Müll
Roger Maissen, Security
Christian Slingar, Technik
Lukas Pfiffner, Internetauftritt
Tanja Schumacher, Sponsoring
Interviewpartner, inklusive Funktion: Oliver Hager, OK-Präsident

Wie entstand die Idee zu eurem Festival?

Für einen Kantiabgänger (Gurini) wurde ein Abschiedsfest mit Bands organisiert. Dies wurde mehrmals wiederholt und ist stetig gewachsen, bis hin zum Openair.

Welches Jahr war bisher euer bestes Jahr?

Nach einem Sturm in der Aufbauwoche entstand plötzlich eine grosse Euphorie unter dem OK und allen Helfern.Das Openair konnte trotz Neustart des Aufbaus trotzdem durchgeführt werden. Zusätzlich wurde das 10-jährige Jubiläum in diesem Jahr gefeiert. Die Stimmung am Festival war überwältigend.
Trotzdem finden wir, dass jede Ausgabe ihre eigenen Qualitäten hat.

Wie viele Helfer sind vor Ort, wenn euer Festival steigt?

Ungefähr 130

Gab es irgendwann auch mal ein Jahr, als die Durchführung auf der Kippe stand?

2013 – Ein Sturm, am Dienstag der Aufbauwoche, zerstörte alles bisher aufgebaute. Das kleine Bühnenzelt wurde vom Wind erfasst und weggefegt. Zum Glück tauchten am Mittwoch plötzlich unglaublich viele freiwillige Helfer auf, welche tatkräftig mitgeholfen haben. So konnte das Festival doch noch durchgeführt werden.

Wie viele Stunden sind die OK-Mitglieder mit der Organisation beschäftigt?

350 Stunden zur Vorbereitung vor dem Festival, zusätzlich 2 Wochen Auf- und Abbau.

Was macht euer Openair aus?

Das Out in the Gurin bietet inmitten einer imposanten Bergkulisse eine einzigartig, familiäre Atmosphäre zum Geniessen. Weiter ist es uns wichtig, eine Plattform für junge Talente aus der Region zu sein. Mit dem Familiensonntag und einer erschwinglichen Preisgestaltung wollen wir den Zugang zu Kultur für Jung und Alt möglichst leicht machen und den Generationenaustausch fördern.

Warum gehen die Leute jährlich zu euch und nicht an andere Openairs?

Wer die aussergewöhnliche Stimmung einmal erlebt hat, möchte wieder kommen.

Welche Kosten werden zumeist unterschätzt von den Organisatioren?

Kleine administrative Punkte, welche das Talent haben, sich im Vorfeld zu verstecken.

Wie rege ist der Kontakt unter den verschiedenen Openairs?

Unsere Liebe wurde bis jetzt noch nicht erwidert ❤

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