Am 21. und 22. Juli nahmen mit Grossrat Jon Pult und Parteipräsident Philipp Wilhelm zwei Vertreter der SP Graubünden an der Konferenz der „Arbeitsgemeinschaft der SozialdemokratInnen im Alpenraum“ in München teil. Die ASA ist ein 1971 gegründeter Zusammenschluss sozialdemokratischer Parteien aus Deutschland, Italien, Österreich, Slowenien und der Schweiz.

Im Zentrum der Konferenz stand die nachhaltige Entwicklung des Alpenraums. Die Teilnehmenden verabschiedeten ein Manifest, das die gemeinsamen Ziele der ASA in Kernfragen der Bereiche Bildung, Arbeitsplätze, Wirtschaft, Umwelt, Verkehr, Tourismus und Landwirtschaft festlegt. Die ASA steht für gleichwertige Lebensqualität in den Metropolen sowie den hochalpinen Regionen der Alpen ein. Viele Regionen im Alpenraum sind einer Negativspirale ausgesetzt, weil junge Menschen für die Ausbildung in Großstädte ziehen und nur in wenigen Fällen in ihre Heimat zurückkehren. Ein besonderes Augenmerk legt die ASA auch auf die kulturelle Vielfalt und auf den Schutz der sprachlichen Minderheiten in den Alpen. Das ist aus Sicht der SP gerade für das dreisprachige Graubünden zentral. In Arbeitsgruppen wird die ASA an der Umsetzung ihrer Ziele arbeiten. Mit Jon Pult übernimmt dabei ein Bündner Politiker den Lead bei der Verkehrspolitik. Denn die ASA bekennt sich zur Schweizer Verlagerungspolitik und zu den Leitsätzen der Alpeninitiative: Der alpenquerende Güterverkehr soll gemäss Sozialdemokraten in allen Transitkorridoren auf der Schiene erfolgen.

Internationale Zusammenarbeit fortführen
Die SP betont, dass das Beispiel der Zusammenarbeit von Politikern der verschiedenen Länder verdeutlicht habe, wie zentral internationale Zusammenarbeit speziell im Alpenraum sein kann. Das nächste Treffen der SP-Arbeitsgemeinschaft findet im Frühling 2018 in Kärnten statt. Die SP Graubünden will sich weiterhin in den bereichernden, grenzübergreifenden Austausch einbringen.

 

(Bild: zVg.)