Zwei Jahre nach dem bitteren Abstieg und ein Jahr nach dem knapp verpassten sofortigen Wiederaufstieg hat es der FC Ems in der letzten Saison geschafft und ist als Gruppensieger in souveräner Art und Weise wieder in die regionale 2. Liga aufgestiegen. Nach dem Abstieg der US Schluein Ilanz sind die Emser in der Meisterschaft 2017/18 der einzige Bündner Club auf dieser Stufe. GRHeute hat einen Blick auf die Vorbereitung, das Kader und die Ziele des neuen 2. Ligisten geworfen.

Der FC Ems hat anfangs Juli 2017 die Saisonvorbereitung aufgenommen und neben den Trainings auch mehrere Testspiele bestritten. Nach dem 3:3-Unentschieden gegen Chur97 setzten sich die Emser gegen den 2. Liga-Absteiger FC Bad Ragaz klar mit 3:0-Toren durch und belegten dann im Turnier um den Alpina Cup, das am letzten Sonntag auf dem Sportplatz Ringstrasse durchgeführt worden ist, punktgleich mit Chur97 den zweiten Platz. Bei dieser Gelegenheit zeigte das Team von Cheftrainer Walter Frizzoni eindrücklich seine zwei Gesichter, denn die Leistungen waren je nach Gegner und Aufstellung von sehr unterschiedlicher Qualität. Deshalb überraschte eigentlich auch die 3:5-Heimniederlage der Emser im letzten Testspiel gegen den überaus motivierten 3. Ligisten US Schluein Ilanz nicht gross. Trotz verständlicherweise etwas schweren Beinen, einer gewissen geistigen Müdigkeit, einigen Umstellungen und anderen Widerwärtigkeiten war dies vielleicht ein Fingerzeig gerade zum richtigen Zeitpunkt.

Kader optimal ergänzt
Weiterhin mit dabei im Kader des 2. Liga-Aufsteigers sind nicht nur die bisherigen Leistungsträger Moody Abdulla, Alessandro Giacomelli, Serkan Karamese und Gigo Mitrovic, sondern auch die bewährten Teamstützen Admir Basic, Mahir Beso, Rui Chande, Hannes Komposch, Mattia Merlo, Mate Lekishvili und Samuel Komposch, der in Kürze von einer Weltreise zurückkommt. Clubtreue bewiesen zudem die hoffnungsvollen Nachwuchstalente Mitko Gjorgjievski, Alessio Sewer und Nathanael Nsingui, während Cédric Jörg, Dario Brot, Hugo Faria und Kenan Mustedanagic aus verschiedenen Gründen zu einem Timeout gezwungen sind.

Neu dazugestossen sind Pierin Frizzoni, der nach Engagements bei verschiedenen 1. Liga-Clubs wieder zu seinem Stammverein zurückgefunden hat, Amir Kadic, Dimitri Lekishvili, Toni Meliti und Rückkehrer Eko Spahic. Wesentliche Verstärkungen bilden zweifellos die ganz zuletzt getätigten Zuzüge Lebien Nsingui, Samir Limani und Enes Salihagic, die allesamt von Chur97 zu den Emsern wechselten und deren Kader sowohl in der Breite als auch in der Tiefe wirkungsvoll ergänzen.

Ein Vorteil für den FC Ems könnte nicht zuletzt auch die grosse Erfahrung des zweitligaerprobten Trainerstaffs mit Walter Frizzoni, Casiano Vaamonde und Geny Pozzy sein. Zu diesen drei gesellt sich neu als Torhütertrainer noch Merens Tschuor.

 

Realistische Zielsetzung
Die Vial-Elf strebt nach eigenen Angaben einen möglichst frühzeitig gesicherten Mittelfeldplatz an, was für einen Aufsteiger allerdings kein leichtes Unterfangen oder gar eine Selbstverständlichkeit darstellt. Dessen sind sich die Teamverantwortlichen und Spieler auch ganz klar bewusst. Mit dem Aufstiegsschwung, dem nötigen Wettkampfglück, einem gutem Teamgeist, dem bedingungslosen Einsatz und dem Ausbleiben der wie die Pest gefürchteten Verletzungshexe sollte aber nicht nur ein erfolgreicher Saisonstart drin liegen, sondern auch das angestrebte Ziel erreichbar sein.

Die Emser werden in der Gruppe 1 auf folgende Gegner treffen: Altstätten, Diepoldsau-Schmitter, Mels, Montlingen, Rapperswil-Jona 2, St. Margrethen, Weesen, Widnau, Ruggell, Au-Berneck 05 und Vaduz 2.

Bereits am nächsten Samstag geht für den FC Ems der Ernst des Lebens los. Dann steht nämlich um 16 Uhr auf dem Sportplatz Rovanada die Vorrundenbegegnung im Schweizer Cup gegen den 4. Ligisten FC Vals auf dem Programm. Der Auftakt in die Meisterschaft erfolgt genau eine Woche später, wenn die Emser um 16 Uhr auf dem eigenen Rasen den FC Vaduz 2 empfangen.

(Bild: Jürg Kurath)

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