Heute Dienstagabend erfolgt für Chur97 der Auftakt in die interregionale 2. Liga-Meisterschaft 2017/18. Um 20 Uhr trifft der Stadtclub auf dem Sportplatz Allmeind in Niederurnen auf den FC Linth 04. Die Churer stehen dabei vor einer riesigen Herausforderung, zumal die Glarner am Wochenende im Schweizer Cup für Schlagzeilen gesorgt haben.

Seit Jouke Faber das Fanionteam von Chur97 übernommen hat, spielt es zwar einen gepflegten, bis jetzt aber leider auch ziemlich erfolglosen Fussball. Nicht nur mussten auf die bevorstehende Saison hin einige wenige Führungsspieler, dafür aber mehrere vielversprechende, aus der Region stammende Nachwuchstalente eingebaut werden. Die Spieler scheinen vor allem auch die neue, vom holländischen Trainer vorgegebene taktische Marschroute noch nicht verinnerlicht zu haben, sodass die neuformierte Mannschaft immer wieder positive Ansätze zeigt, offensiv aber noch zu ineffizient, defensiv zu fehleranfällig und mit den ihr gewährten Freiheiten oftmals überfordert ist.    

Chur 97 Teamfoto     

Ausgerechnet in dieser Phase der Selbstfindung müssen die Churer auswärts gegen den FC Linth 04 antreten. Dieser ist am Samstag mit einem Riesenknall in die neue Saison gestartet, indem er in der 1. Hauptrunde des Schweizer Cups mit einer in jeder Hinsicht überzeugenden Leistung den Challenge-Ligisten FC Wohlen mit 4:0-Toren vom Platz gefegt und sich unerwartet für die nächste Runde qualifiziert hat. 

Der Stadtclub ist krasser Aussenseiter

Etwas Besseres hätte Chur97 eigentlich gar nicht passieren können, denn gegen diesen auf dem Papier übermächtigen Gegner hat es nichts zu verlieren, sondern kann völlig unbeschwert an die wohl schwierige, aber nicht hoffnungslose Aufgabe herangehen. Die Glarner werden nach diesem Exploit zweifellos auf Wolke 7 schweben, was geradezu einlädt, dem klaren Favoriten ein Bein zu stellen. 

Die Churer werden aber gut daran tun, sich gegen einen Gegner, der auch nur mit Wasser kocht, nicht zu verstecken, sondern selbstbewusst in die Partie zu steigen, ihr Spiel aufzuziehen und die Spieler des FC Linth 04 zu plagen. Je länger der Stadtclub den Spielverlauf und somit auch das Resultat ausgeglichen gestalten kann, desto grösser ist die Chance, nicht punktelos nach Hause zurückkehren zu müssen. 

Und wie man sich im Glarnerland durchsetzen kann, hat Chur97 im Vorjahr eindrücklich bewiesen, als es mit einer disziplinierten und nahezu fehlerlosen Leistung einen 0:1-Auswärtssieg hat feiern können. 

 

(Bilder: GRHeute/Chur97.ch)