Die Bündner Regierung fordert in einem Schreiben an Bundespräsidentin Doris Leuthard eine Änderung bei den Roaming-Gebühren. Vor allem die Tourismus-Regionen seien auf eine Annäherung an den EU-Standard angewiesen.

Die Regierung gelangt mit einem Schreiben an Bundespräsidentin Doris Leuthard. Anlass für dieses Schreiben bilden die touristischen Wettbewerbsnachteile durch Roaming-Gebühren in der Schweiz. Per 15. Juni 2017 haben die 28 EU-Staaten gemeinsam bindende Obergrenzen für die Roaming-Grosshandelspreise festgelegt. Dieser Regelung haben sich zudem Liechtenstein, Norwegen und Island angeschlossen. Für die Schweiz entsteht dadurch im direkten Vergleich zu diesen Ländern – insbesondere zum angrenzenden Ausland – ein touristischer Wettbewerbsnachteil.

Gerade in den Tourismusdestinationen Graubündens wird dies erhebliche Auswirkungen haben. Während beispielsweise ein deutscher Gast in anderen Alpendestinationen sein Mobiltelefon zu den gewohnten Tarifen nutzen kann, fallen in der Schweiz zusätzliche und unter Umständen sehr hohe Gebühren an. Die Bündner Regierung forderte deshalb den Bund auf, die Verhandlungen zum Anschluss an das europäische Roaming-Abkommen umgehend und mit hoher Priorität aufzunehmen.

 

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