Nach den ersten beiden Spielrunden in der diesjährigen Champions Hockey League ist klar: Der HC Davos wird sich mächtig ins Zeug legen müssen, wenn er die Gruppenphase überstehen will. Voraussichtlich braucht er den einen oder anderen Auswärtssieg gegen einen direkten Konkurrenten.

Es sind erst zwei Runden in der diesjährigen Champions Hockey League-Saison gespielt, und doch ist bereits abzusehen, dass dieses Jahr nach der Halbfinal-Quali in der vorletzten und der Achtelfinal-Quali in der letzten Saison dieses Jahr bereits in der Gruppenphase Schluss sein könnte für den HCD (wenngleich der Vergleich aufgrund des reduzierten Teilnehmerfelds mit neuem Modus hinkt). Lässt man die überforderten Cardiff Devils auf die Seite – es ist nicht anzunehmen, dass eines der Top-Teams gegen die Waliser Punkte lässt -, ist nun endgültig klar, dass das Trio Växjö (SWE), Liberec (CZE) und der HCD unter sich ausmacht, welche zwei Teams der Gruppe E in die Achtelfinals einziehen. 

Auch wenn es noch früh in der Champions-Hockey-League-Saison ist, Rechenspielereien kann man jetzt schon anstellen: Einen der beiden Konkurrenten muss Davos hinter sich lassen. Alle Teams spielen untereinander zwei Spiele zuhause und zwei auswärts. Nachdem Växjö bereits beide Auswärtsspiele hinter sich hat und dabei 5 Punkte abgarniert hat, sind die Schweden sozusagen durch. Ein Sieg und eventuell bereits eine einzige Verlängerung in den beiden Heimspielen gegen Davos und Liberec dürfte Växjö reichen. Es ist davon auszugehen, dass sich der Gruppenfavorit die Butter nicht mehr vom Brot stehlen lässt.

Bleibt das Duell Liberec – Davos. Die Tschechen sind mit der Overtime-Niederlage gegen Växjö auch nicht wunschgemäss gestartet, haben aber immerhin gepunktet. Ein Punkt, der Gold wert sein könnte. Natürlich können Liberec und Davos in Schweden Punkte holen, aber mit Sicherheit entscheiden die Direktduelle zwischen den beiden über einen Qualifikationsplatz. 

Konkret: Trifft man die Annahme, dass sowohl Davos wie auch Liberec auswärts bei Växjö verlieren und alle drei «Grossen» Cardiff schlagen, dann bräuchten die Davoser im Direktduell gegen die Tschechen nicht nur einen Heimsieg, sondern auch Punkte auf fremdem Eis. Um den «Ein-Punkte-Rückstand» gegenüber Liberec aufzuholen, sollte der HCD im Idealfall am Donnerstag auswärts in Växjö punkten. Ansonsten könnte Davos im Auswärtsspiel in Liberec vom 3. Oktober bereits gezwungen sein zu punkten, um im Schlussspiel am 11. Oktober zuhause gegen die Tschechen überhaupt noch im Rennen um einen Achtelfinal-Platz zu sein.

Viele Wenn und Abers: Klar ist, dass die Entscheidung über Leben und Sterben in der Hockey Champions League 2017 für den HC Davos in den beiden Direktbegegnungen gegen Liberec fällt. 

 
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(Bild: Dino Wieser/Twitter HC Davos)