Jede und jeder weiss: Wenn die Haushaltskasse zuhause nicht mehr stimmt, müssen entweder die Ausgaben gekürzt oder die Einnahmen erhöht werden. Dabei kommt niemand auf die Idee, zusätzliche Fixkosten zu schaffen. Eine solche finanzielle Schwierigkeit besteht aktuell in der AHV, denn die Kassen der Altersvorsorge weisen massive Defizite aus. Es werden Massnahmen ergriffen, die die Ausgaben senken und die Einnahmen erhöhen, was zu begrüssen ist. Doch zusätzlich beschliesst die Politik in der Altersvorsorge 2020 eine Rentenerhöhung von 70 Franken, die in Form von Fixkosten die finanzielle Situation noch stärker belastet. Dass diese Rechnung nicht aufgeht, sollte jedem klar sein. Doch warum kommen gerade die Bundespolitiker auf eine solche unlogische Idee? Im Gegensatz zur Kassenführung im eigenen Haushalt werden in Bern noch ideologische Kämpfe geführt. Mitte-Links will unbedingt einen AHV-Ausbau erreichen, auch wenn dieser nicht gedeckt ist und sie die AHV damit an die Wand fahren. Was in der Buchhaltung der Haushaltskasse nicht aufgeht, wird auch auf nationaler Ebene nicht aufgehen. Deshalb braucht es am 24. September 2017 unbedingt ein Nein zu diesem unverantwortlichen AHV-Ausbau und somit auch zur Altersvorsorge 2020.

Christof Kuoni, Grossrat FDP Maienfeld

(Bild: GRHeute)