Der Bündner Klangkünstler Corsin Vogel hat für das Projekt „Tgea da tgànt“ in Mathon eine Toninstallation geschaffen. Nun wird sein Werk im Rahmen einer Vernissage eingeweiht.

Ein klingender Ort, an dem nicht nur die romanische Chortradition eine Heimat findet, sondern auch neue Werke einstudiert und geschaffen werden: Diese Vision verfolgt eine Projektgruppe mit der „Tgea da tgànt“ in Mathon. Das Geburtshaus des Komponisten Tumasch Dolf (1889-1963) in Mathon soll dafür umgenutzt werden und so Chören, aber auch anderen Musikformationen optimale Bedingungen für ihre Probenarbeit bieten.

Noch ist das Projekt in der Startphase, die Finanzierung wurde noch nicht angegangen. Um die Idee bereits jetzt auf klanglicher Ebene Realität werden zu lassen, hat der Künstler Corsin Vogel die Klanginstallation sut vusch geschaffen, was so viel wie „mit leiser Stimme“ heisst. Er hat dafür Originalaufnahmen der Stimme von Tumasch Dolf – einem der bedeutendsten Bündner Komponisten und Chorleiter– und von Chorliedern zu einer neuen Komposition verarbeitet. Vogel ist eng mit Mathon verbunden, leben doch seine Eltern, das Künstlerpaar Petruschka und Hannes Vogel, seit vielen Jahren am Schamserberg.

An der Vernissage am Samstag, 16. September, wird ausserdem Architekt Michael Hemmi seine Vorstellungen für die bauliche Umsetzung des Projektes präsentieren. Seit der Bekanntmachung der Idee im Herbst 2016 wurde das Projekt noch einmal stark weiterentwickelt. Die aus Vertretern der Nachfahren Tumasch Dolfs, dem Naturpark Beverin, der Cuminanza culturala Val Schons, der Lia Rumantscha und der Kulturfachstelle cultura viamala gebildete Projektgruppe wird ebenfalls dabei sein.

Vernissage: Samstag, 16. September, 15 Uhr, Haus Dolf, Mathon

Weitere Informationen: www.viamala.ch

(Quelle/Bild: Cultura Viamala)