Dass es eine Reform braucht, ist bei allen Parteien und hoffentlich auch in der Bevölkerung unbestritten. Umso unverständlicher ist es für mich, dass in dieser Reform noch „Zückerchen“ verteilt werden, obwohl wir die AHV und die Berufliche Vorsorge sanieren müssten. So werden zusätzliche Ausgaben beschlossen, die nicht finanziert sind. Das bedeutet für die nächsten Generationen zusätzliche Schulden. Sie sind damit die grossen Verlierer bei dieser Reform. Durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer und der Lohnbeiträge und durch die Reduktion des Umwandlungssatzes tragen sie den höchsten Teil der Reformlast. Es ist zwar solidarisch, wenn die Jungen den Alten etwas zurückgeben, doch hier werden sie klar übermässig belastet. Darum ist es in meinen Augen nicht zu verantworten, dass wir eine solche Reform umsetzen. Das Parlament soll lieber noch einmal über die Bücher, damit eine echte Reform erarbeitet werden kann, die von allen Generationen gerecht getragen wird. Deshalb stimmen auch Sie zweimal Nein am 24. September!

Gaby Thomann-Frank, Grossrätin

 

(Bild: GRHeute)