In extremis die «Mini-Krise» abgewendet – die 7 HCD-Fakten vom Wochenende

 

An der Urne war der HCD am Sonntag der grosse Sieger. Auf dem Eis läufts so so la la. Nach der 1:5-Niederlage vom Samstag in Zug hat sich der HC Davos gestern Sonntag zuhause gegen Ambri mit einem 4:2-Sieg aber immerhin rehabilitiert und eine «3-Game-Losing-Streak» verhindert. Die 7 Davoser Fakten vom Wochenende.

1. Spätstarter…

Am letzten Wochenende in Kloten und gegen Lausanne verbockte der HCD jeweils die ersten beiden Drittel (total 0:7 Tore), drehte dann aber mächtig auf und konnte in den jeweiligen 3. Dritteln (total 7:1 Tore) immerhin noch einen Sieg holen. An diesem Wochenende wars ähnlich: Gegen Zug (1:3) und Ambri (1:2) lagen die Bündner nach zwei Dritteln zurück. In den letzten vier Spielen hat der HCD in den ersten 40 Minuten somit insgesamt 2 Tore geschossen und 12 kassiert. Es spricht für Davos, dass gegen Ambri – wie schon vor einer Woche in Kloten – im Schlussdrittel noch die Wende zum Guten gelang.

2. …trotz Blitzstart

Im Gegensatz zur Vorwoche kann man nicht behaupten, der HCD habe den Start verschlafen: In Zug reüssierte Marc Wieser bereits nach 42 Sekunden, gegen Ambri traf US-Stürmer Broc Little bereits nach 9 (!) Sekunden – das drittschnellste Tore in der NL-Geschichte. Es waren die beiden einzigen Davoser Tore vom Wochenende bis zehn Minuten vor Schluss gegen Ambri.

3. Triplette bringt Wende

Die Entscheidung am Sonntag gegen Ambri fiel zehn Minuten vor Schluss innert 145 Sekunden. Kurz nach dem Ausgleich – einem perfekten Slapshot von Neuzuzug Magnus Nygren im Powerplay – musste Captain Andres Ambühl wegen eines Beinstellens in die Kühlbox. Mit ungeahnten Folgen: Der HCD packte seine einstige Boxplay-Stärke aus und skorte in Unterzahl gleich 2x (!), zuerst durch Gregory Sciaroni, dann durch Samuel Walser.

4. A propos Special Teams

Das Boxplay war damit der grosse Gewinner des Weekends für Davos, auch wenn dieses darüber hinweg täuschte, dass Ambri bis zu diesem Zeitpunkt das etwas stärkere Team war. Auch schönt es die erneut negative Special-Teams-Bilanz vom Wochenende: Abgesehen von den beiden Boxplay-Toren gelang den Bündnern am Wochenende nur ein Tor in Überzahl, mussten aber drei einstecken.

5. Keine neuen Skorer

Nach 7 Spielen ist der schwedische HCD-Verteidiger Magnus Nygren mit 2 Toren und 6 Assists teaminterner Topskorer, vor Marc Wieser (3/3) und Andres Ambühl (1/5). Neue Skorer gab es am Wochenende auf Seiten des HCD nicht. Weiter auf ihren ersten Saisontreffer warten Dario Simion, Mauro Jörg, Dino Wieser und Marc Aeschlimann, der mittlerweile zum Verteidiger umfunktioniert wurde.

6. Die Verletzungshexe schlägt zu

Ebenfalls noch ohne Torerfolg ist der Liga-MVP der vorletzten Saison, Perttu Lindgren. Der Finne hatte sein Comeback nach seiner Hüftoperation forciert und war zu früh aufs Eis zurück gekommen. Nun die Hiobsbotschaft: Lindgren erlitt einen Rückschlag und fällt für mindestens zwei Monate aus. Die Verletztenliste des HC Davos hat in den letzten Tagen somit beachtliche Ausmasse angenommen. Ein Blick aufs Telegramm vom Sonntagsspiel: Davos ohne Corvi, Heldner, Kessler, Lindgren, Schneeberger, Dino Wieser (alle verletzt).

7. Gilles Senn bestechend

Derweil am letzten Wochenende Joren van Pottelberghe die etwas bessere Figur abgab als Gilles Senn, änderte sich das Bild im Duell der beiden Keepers an diesem Wochenende wieder zugunsten Senns. Der gross gewachsene Walliser spielte gegen Ambri auf höchstem Niveau und bewahrte die Gelb-Blauen mit einer überragenden Fangquote 94,12% vor der dritten Niederlage in Serie. JvP hingegen zog in Zug nicht seinen besten Tag ein, sah bei einigen Gegentoren wenig aktiv aus und musste mit einer Fangquote von 82.76% leben. Das Goalie-Duell in Davos ist weiterhin völlig offen.

 

Am nächsten Wochenende warten auf den HC Davos zwei schwierige Spiele: Am Freitag gehts auswärts zum Meister SC Bern, am Samstag ist das überraschende Fribourg-Gottéron in Davos zu Gast. Zur aktuellen Tabelle gehts hier.

 

(Bild: Twitter HC Davos)

 

 

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