Die Gemeinde Landquart hat das Projekt Riedpark  mit 54,9 zu 40,6 Prozent abgelehnt. Gemeindepräsident Sepp Föhn ist über das Resultat erfreut, die Initianten sind enttäuscht.

2603 gültige Stimmzettel sind bei der Gemeindekanzlei eingegangen – das ist fast die Hälfte aller Stimmberechtigten. «Das ist eine sehr hohe Stimmbeteiligung», sagt Gemeindepräsident Sepp Föhn, «und ein Zeichen dafür, dass der Bau einer Dreifachturnhalle für die Einwohner von Landquart wichtig ist.»

Die Resultate von 1427 zu 1120 Stimmen für die Dreifachturnhalle, 1058 zu 1430 gegen den Riedpark und bei der Stichfrage 1407 für die Dreifachturnhalle und 1028 für den Riedpark ist für Sepp Föhn «ein sehr klares Verdikt. Ich hätte ein knapperes Resultat erwartet und bin sehr erfreut.»

Campuszone bleibt

Die Freude des Gemeindepräsidenten teilen in Landquart nicht alle – die BDP zum Beispiel äusserte sich sehr enttäuscht über den Ausgang. «Landquart hat damit nach Ansicht der Partei eine riesengrosse Chance verpasst, um die Gemeinde weiter zu entwickeln», heisst es in einem Facebook-Post der Ortspartei. Projektentwickler Michael Schumacher erklärte, «dass es eine verpasste Chance ist, um Landquart gesundzustossen.»

Die Campuszone zwischen Aldi und Forum im Ried bleibt Landquart erhalten. «Wir werden es nicht umzonen», sagt Sepp Föhn. «Vielleicht gibt es irgendwann zu einer anderen Zeit ein Projekt, wo wir sagen können: Ja, das ist eine gute Idee. Vielleicht zusammen mit dem Forum, vielleicht auch nicht.»

Michael Schumacher hat zumindest die Idee vom Riedpark noch nicht ganz begraben. «Wir werden es archivieren, aber nicht löschen», sagt er.

 

(Bild: IG Riedpark)

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