Am Freitagabend wurde auf dem Julierpass, auf 2300 Höhenmetern, das Musiktheater «Herodes» im ausverkauften Theaterturm uraufgeführt. Das Werk erzählt aus den letzten Lebenstagen des Herodes und bringt einen grossen Schauprozess auf die Bühne. Herodes klagt seine eigenen Verwandten des Hochverrats an und lässt sie, von Hass und Misstrauen getrieben, öffentlich hinrichten. Origens Roter Theaterturm am Pass hüllte sich am Premierenabend in Schneetreiben und verlieh der Aufführung winterliche Atmosphäre – ein Spiegel der Angst in diktatorischen Systemen.

Die Musik zum Werk stammt von Dmitri Shostakovich, Regie führte Giovanni Netzer, Jorge Bompadre schuf das Licht. Die Kostüme wurden von Martin Leuthold und Deniz Ayfer entworfen und aus Stoffen von Jakob Schlaepfer genäht. Das Ensemble des Herodes besteht aus Sängern und Tänzern, die gattungsübergreifend ein Psychodrama über Angst, Unterdrückiung und Gewalt erzählen. 

Weitere Aufführungen des Musiktheaters „Herodes“ finden am 7., 12., 14., 19. und 20. Oktober jeweils um 17.00 Uhr statt. Weitere Infos gibts hier. Die Bilder der Premiere:

 

(Bilder: zVg./Origen/Benjamin Hofer)

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