Hiobsbotschaft aus dem Trainingslager der Schweizer Alpin-Nationalmannschaft: Der Bündner Carlo Janka erlitt beim Riesenslalom-Training auf der Diavolezza einen Kreuzbandriss im rechten Knie. Am Abend richtete sich der ehemalige Weltmeister und Olympiasieger auf Instagram an seine Fans.

Janka, der Riesenslalom-Olympiasieger von 2010, will die Verletzung «konservativ» behandeln lassen, liess er gegenüber der SDA verlauten. Was das für den kommenden Winter bedeutet, lässt sich noch nicht genau absehen. Es sieht aber danach aus, dass man zuerst abwarten will, wie sich der Verletzungsverlauf entwickelt. Bei einer Operation des Kreuzbandrisses würde Janka auf jeden Fall für die Olympia-Saison ausfallen. Die Seitenbänder und der Meniskus blieben intakt. Die Saison abschreiben will Janka selbst noch nicht: «Die Ruptur ist natürlich ein Rückschlag», sagte er gegenüber der SDA. Der Bündner, der vor einer Woche 31 Jahre alt geworden ist, wird ab sofort mit einer intensiven Rehabilitation starten. Janka ist bereits in die Schweiz zurückgereist. Damit wird Gino Caviezel beim Weltcup-Auftakt in Sölden am Wochenende der einzige Bündner Athlet am Start sein. 

In den sozialen Medien war die Verletzung von Janka gestern ein Dauerthema. Eine Auswahl. 

 

Für Janka ist der Ausfall besonders hart, weil sich der Techniker diese Saison einige Hoffnungen gemacht hatte. Letztes Jahr war er im Gesamtweltcup immerhin Zwölfter. Die neuen Taillierungsregeln im Riesenslalom – die auf diese Saison hin eingeführt wurden, um die grosse Zahl der Verletzungen im Ski-Weltcup einzudämmen (!) – schienen Janka entgegen zu kommen. Als Olympiasieger 2010 hatte er sich für die Olympiasaison 2017/18 einiges vorgenommen – immerhin könnte es die letzte Chance des Bündners am grössten Event im internationalen Ski-Zirkus sein. Ein Start in Sotschi hängt nun an einem seidenen Faden. In den Kommentarspalten verschiedener Online-Medien glaubten nicht wenige Kommentatoren, das sei es gewesen mit «Jänks’» Karriere.

Gestern Abend meldete sich dann auch Janka selbst auf seinem Facebook-Account zu Wort und richtete sich kämpferisch an seine Fans.

 

 

Leider eine bauchlandung mit folgen 😤 probiere so schnell wie möglich zurückzukommen 💪✌ #nevergiveup

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Dann bleibt wohl nur, die Daumen zu drücken und ein erfolgreiches Comeback zu wünschen!

 

(Archivbild: Swiss Ski)

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