Die Arbeiten nach den Murgängen bei Bondo kommen gut voran. Die Schutzmassnahmen für das Dorf wurden verbessert. Bereits am 24. November kann die Malojapass-Kantonsstrasse wieder dem Verkehr übergeben werden.

Das schöne Herbstwetter hat die Räumungsarbeiten nach den Murgängen vom Spätsommer bei Bondo begünstigt. Das Rückhaltebecken für Murgänge ist nun leergeräumt und wird an einigen Stellen noch repariert. Mit provisorischen Schutzbauten für Bondo, Spino und den Ortsteil «Crotti» in Promontogno konnte die Sicherheit verbessert werden: Durch den Kegelhals am oberen Beckeneingang kann nun mehr Material ins Becken fliessen und der Beckenrand wurde beidseits durch provisorische Dämme erhöht. Die Gemeinde und die kantonalen Amtsstellen sind daran, das langfristige Schutzbautenprojekt zu überarbeiten.

Einheiten von Zivilschutz und Armee haben in der «blauen Zone» von Bondo von Murgängen beschädigte Häuser aussen freigeräumt und danach innen von Schutt befreit. Die Gebäude sind teilweise arg in Mittleidenschaft gezogen und können weiterhin nicht bewohnt werden.

Die Wasserversorgung von Bondo wird verbessert: ab kommenden Montag bringt eine neu gebaute, 2.3 km lange Transportleitung zusätzliches Wasser von Stampa in das Trinkwassernetz von Bondo. Damit kann der Bedarf von Bondo an Brauch- und Löschwasser wieder gedeckt werden.

Gute Nachrichten gibt es auch für die Automobilisten und den Tourismus im Engadin: Die Kantonsstrasse H3b Malojapass kann bereits am Freitag, 24. November wieder über die normale Trasse via Brücke, Damm und Tunnel Promontogno geführt werden. Damit steht diese wichtige Verbindung zwischen Norditalien und dem Engadin pünktlich zur Wintersaison wieder ohne Einschränkungen zur Verfügung.

An der vierten Informationsveranstaltung vom Donnerstagabend wurde die Aktion «Bondo con Amore» vorläufig abgeschlossen: Die von der Müstairer Firma Printstick entworfene, blaue Jacke wurde mehr als 1’500 Mal verkauft. Printstick-Geschäftsführer Hubert Peer konnte Gemeindepräsidentin Anna Giacometti einen Scheck über 15’240.– Franken überreichen.

 

(Bild: GRHeute)

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