GRhome: Die anderen müssen draussen bleiben

Tourismus, das sind immer die anderen. Die Interessengemeinschaft Tourismus hat mit ihrem Projekt GRhome den Spiess umgedreht und die Bünderinnen und Bündner in den Mittelpunkt gerückt. 

Wann nervt man sich über Touristen? Wenn man im Landquarter Outlet keinen Parkplatz findet. Wenn der Weg auf die Lenzerheide wegen hohen Verkehrsaufkommens eine Stunde länger dauert als gedacht. Wenn das Lieblingshotel schon ausgebucht ist. Und. Und. Und.

Viele Entscheide in Graubünden werden gefällt, weil es gut so ist für den Tourismus. Weil wir Wertschöpfung daraus ziehen können. Doch was ist mit den Einwohnern und den Zweitwohnungsbesitzer? Sie haben seit neuestem die Plattform GRhome, lanciert von der Interessengemeinschaft Tourismus. Eine Community für Einheimische und Zweitheimische. 

 

GRhome will den Fokus auf die Einheimischen richten, «Graubünden-Fans werden auf die Seite von Graubünden Ferien weiter geleitet», sagte Robin Mark, der unter anderem für Community- und Content Marketing zuständig ist. 

Auf GRhome darf nur, wer auch in Graubünden wohnt oder eine Zweitwohnung besitzt. Die Registration erfolgt einmalig; allerdings wird die Identität abgecheckt. Wer als sich als Einheimischer ausgibt, aber keiner ist, wird hinaus geworfen.  

Und was gibt es auf GRhome? GRhome will eine Community für die Einheimischen sein. Auf der Site, die explizit für mobile Endgeräte ausgerichtet wurde, finden sich Ausgehtipps, Infos, Vergünstigungen und vieles mehr. Wer sich registriert, wird Schiefer-User, wer sich aktiv beteiligt, kann sich bis zum Kristall-User hocharbeiten. Je mehr Interaktion, desto mehr Aktion. Interaktion meint in diesem Fall: Events teilen, Meinungen teilen, Bilder teilen, Bewerten.  

Wer nimmt, soll auch geben – so finden sich zum Beispiel auf der Plattform 30 Hotels, die ab 16 Uhr ihre Zimmer zum halben Preis vergeben. Vergünstigungen gibt es auch für das Aroser Humorfestival oder den FIS Skiweltcup auf der Lenzerheide. «Wir hoffen, dass dereinst einmal mindestens 100 Hotels dabei sind», sagte Yvonne Brigger, Generalsekretärin der Interessengemeinschaft Tourismus. Sie und ihr Team haben über ein Jahr an der Plattform gearbeitet. 

«Das Baby ist geboren», sagte Reto Küng, der mit seiner Kommunikationsfirma massgeblich an GRhome mitgearbeitet hat. «Wir wollen gute Eltern sein.» Für den zuständigen Regierungsrat Jon Domenic Parolini ist es «ein Vorzeigeprojekt».  

Die APP GRhome kann gratis im App Store von iTunes und Google Play herunter geladen werden. Für den Heimcomputer ist der Link hier: grhome.ch

 

Keine Artikel mehr