Nach der zweiwöchigen Weltcup-Tour in Übersee kehren die Bündner Ski-Weltcupfahrerinnen und -fahrer vorsichtig optimistisch nach Europa zurück. Eine Zusammenfassung.

Im Fokus stehen am nächsten Wochenende ein Super-G und eine Kombination der Frauen in St. Moritz. Die Männer reisen nach Val d’Isère, wo ein Riesenslalom und ein Slalom auf dem Programm stehen.

Männer

In Abwesenheit des verletzten Carlo Janka streiften die Bündner Männer in Nordamerika mehrfach an den Top-Rangierungen.

Mauro Caviezel

In der ersten Abfahrt der Saison glänzte der 29-Jährige in Lake Louise vor Wochenfrist mit dem 8. Rang, in der Abfahrt von Beaver Creek bestätigte er das Ergebnis mit dem 13. Rang. Die Super-G verlief bisher unglücklich: In Lake Louise wurde er durch einen groben Schnitzer im Klassement auf den 32. Rang zurückgespült, in Beaver Creek stürzte er nach guter Zwischenzeit. Einschätzung: Verheissungsvoll.

Thomas Tumler

Der 30-jährige Samnauner hat im Super-G mit dem 12., bzw. 13. Rang in den beiden Übersee-Rennen überzeugt, war dabei einmal bester und einmal zweitbester Schweizer. Die Olympia-Chancen des Samnauners stehen damit bereits sehr gut. In der Abfahrt konnte er hingegen erwartungsgemäss nicht reüssieren. Einschätzung: Verheissungsvoll.

Gino Caviezel

Den erste Weltcup-Einsatz des Jahres bestritt Gino Caviezel gestern Sonntag in Beaver Creek. Nach dem ersten Lauf noch auf dem 19. Rang, fiel er schliesslich noch auf Platz 24 zurück. Einschätzung: Noch nicht möglich.

Stefan Rogentin

Der Lenzerheidner Stefan Rogentin fuhr mehr Rennen (5) in Nordamerika als seine Bündner Teamkollegen, allerdings auch weniger erfolgreich. Den besten Eindruck machte er im Super-G, wo er in Beaver Creek die Punkteränge nur um drei Hundertstel verpasste. Der 31. Platz war die beste Rangierung in bisher sieben Weltcup-Ränge. Einschätzung: Holt 2017/18 die ersten Weltcup-Punkte.

Gian-Luca Barandun

Auch der wie Rogentin 23-jährige Barandun zeigte in Übersee vielversprechende Ansätze. Der Speed-Spezialist wurde im Super-G von Lake Louise und in der Abfahrt von Beaver Creek 34. und verpasste die Punkte nur um 26., bzw. 31. Hundertstel. Bisher hatte er einmal in der Kombination von Kitzbühel im letzten Jahr als 28. gepunktet. Einschätzung: Punktet diesen Winter auch einer Speed-Disziplin.

Frauen

Die Schweizer Frauen-Mannschaft im Ski-Weltcup ist auch dieses Jahr aus Bündner Sicht ziemlich ausgedünnt, mit einer grossen Hoffnung.

Jasmine Flury

Die Aufsteigerin des letzten Winters (besser gesagt des Frühjahrs 2017) stieg am Wochenende in Lake Louise in die Saison, zuerst mit verhaltenem Erfolg. In den beiden Abfahrten kam die Davoserin nicht über den 17., bzw. 24. Rang hinaus und blieb damit etwas unter den Erwartungen. Dafür glänzte die 24-jährige am Sonntag im ersten Super-G der Saison, indem sie auf Rang 7 fuhr – das zweitbeste Super-G-Resultat ihrer Karriere. Wir sind gespannt, ob Flury am Samstag am Heim-Super-G in St. Moritz noch einen drauflegen kann. Einschätzung: Wird zur regelmässigen Top-10-Fahrerin. Ein Podestplatz ist in diesem Winter möglich.

 

(Archivbild: Thomas Tumler/Swiss Ski)

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