Die Hosang’sche Stiftung Plankis, in Chur besser bekannt als das Plankis und als Direktvermarkter, wurde 1845 durch ein Vermächtnis von Johann Peter Hosang gegründet. Auch heute verwirklicht die Stiftung den Gedanken des Stifters mit Arbeits-, Ausbildungs- und Wohnplätzten für Menschen mit Behinderung. 

Geschenke, die ins Schwarze treffen

Wer auf der Suche nach einem passenden Geschenk für seine Kunden, die Gastgeber, die Schwiegermutter oder für seine Lieben ist, findet in den Verkaufsläden in Plankis, der Helvetia Passage und im Restaurant Gelateria Evviva auf dem Kornplatz für jeden Geschmack das Passende. Ein Plankis-Geschenkkorb kann individuell mit den selbst und natürlich erzeugten Produkten zusammengestellt werden. 

Sozial und wirtschaftlich 

Plankis bietet in seinen drei Betrieben für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung Wohnplätze sowie geschützte Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Backstube, Floristik, Garten, Hauswirtschaft, Lebensmittelproduktion und in der Landwirtschaft. Knapp zwei Drittel des Gesamtbudgets von rund 8 Millionen Franken werden mit Eigenerträgen aus Hotellerie und Produktion erwirtschaftet. Den Steuerzahler freut’s! Die behinderungsbedingten Mehrkosten werden über Leistungsvereinbarungen mit Pauschalbeiträgen vom Kanton GR gedeckt.

Die selbst und natürlich erzeugten Produkte werden auf Märkten, in den Verkaufsläden in Plankis, der Helvetia Passage und im Restaurant Gelateria Evviva auf dem Kornplatz verkauft. Feine Bündner Nusstorten aus der Backstube, wunderbare Sträusse und Gestecke aus der Floristik, knackiges Gemüse aus dem Garten, exquisite Capuns aus der Lebensmittelküche und frische Churer Milch aus der Landwirtschaft erfreuen unter vielen anderen Produkten die treue Stammkundschaft. Die Abteilung Umgebungspflege kümmert sich bei Kunden um den Rasen- oder Heckenschnitt und Gestaltungsarbeiten im Garten.

Jeweils am letzten Samstag im April lädt Plankis seit bald 30 Jahren zum „Frühlingsbazar“, einer Ausstellung mit Verkauf aller Plankis Produkte und einem grossen Volksfest in Plankis. 

Inhaberin der Marke Churer Milch

Der Gutsbetrieb der Hosang’schen Stiftung Plankis hat sich seit 2012 als erfolgreicher Eigenvermarkter vor allem mit Pastmilch und Joghurt unter der Eigenmarke „Churer Milch“ einen Namen geschaffen. Zu den grössten Abnehmer gehören das Kantonsspital, die Merz Betriebe, Manor und Coop. Die eigene Sennerei auf dem Hof ermöglicht seit Mitte 2014 die Verarbeitung der gesamten Kuh- und Ziegenmilch.

Mit dem neuen Ziegenstall, der im Vollbestand Platz für 150 Milchziegen bietet, wird stark auf den Ausbau von Ziegenprodukten gesetzt. Mit diesem Ausbau wurden weitere 9 neue geschützte Arbeitsplätze geschaffen. Die Palette an Produkten nimmt vor allem beim Käse ständig zu. Im Bereich der Kuhmilchprodukte ist das Churer Milch Joghurt das stärkste Produkt, gefolgt von der Pastmilch und dem Gelato. Ziegenmilch wird vor allem in verschiedene Käsesorten und in Joghurtdrink verarbeitet.

Evviva Plankis

Seit 2013 besitzt Plankis die Gelateria Evviva mit Café und Restaurant auf dem Kornplatz 9 in Chur. Die nach original italienischen Rezepten mit nur den allerbesten Zutaten von Hand hergestellten Eisspezialitäten erfreuen die Eisliebhaber, die von weit herum kommen. Wie überall in den Plankis Betrieben verlässt man sich im Gastrobetrieb und in der Produktion des Gelato massgeblich auf die Arbeitskraft von Menschen mit Behinderung. Beispielhaft bietet das Evviva Integrationsarbeitsplätze ganz nahe am sogenannt ersten Arbeitsmarkt. 

Integrative Plätze 

Am Standort an der Emserstrasse besteht ein abgestuftes Wohnangebot , innerhalb dem die Bewohner und Bewohnerinnen eine bedürfnisgerechte Betreuung und Begleitung in allen Lebensbereichen erhalten. Seit dem 1. Mai dieses Jahres ist eine Aussenwohngruppe im City West Hochhaus dazugekommen. Mit der Wohnbegleitung steht seit Mitte 2016 auch ein ambulantes Wohnangebot für Menschen mit einer IV-Rente zur Verfügung.

An den geschützten Arbeitsplätzen in allen Bereichen bietet Plankis ganzjährig Arbeits- und Ausbildungsplätze für über 130 erwachsene Menschen mit einer Behinderung. Die Arbeiten sind auf die Neigungen und Fähigkeiten der Beschäftigten abgestimmt. Wer die entsprechenden Fähigkeiten mitbringt, kann eine IV-Anlehre oder die sogenannte Attestausbildung als GartenmitarbeiterIn, BlumenbindermitarbeiterIn, BäckereimitarbeiterIn oder in der Landwirtschaft absolvieren. Mit speziellen Eingliederungsmassnahmen im Auftrag der IV werden Personen bei der Reintegration in den Arbeitsmarkt betreut und begleitet. Die Zahl der Personen, die erfolgreich in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden, ist kontinuierlich steigend. Im Jahr 2016 haben 9 Personen eine Stelle ausserhalb des geschützten Rahmens antreten.

Für Personen, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung nicht in der Produktion eingesetzt werden können, wird eine Tagesstruktur angeboten.

Organisation

Ein fünfköpfiger Stiftungsrat unter dem Präsidium von Christian Durisch sorgt für die strategisch richtige Positionierung der Hosang’schen Stiftung Plankis. Seit ihrer Gründung im Jahr 1845 erneuert sich der Stiftungsrat beim Ausscheiden eines Ratsmitglieds eigenständig durch die Wahl eines neuen Mitglieds in seine Mitte.

Die operative Führung der Betriebe hat Geschäftsleiter Beda Gujan mit seinen drei Bereichsleitungen inne. Der Bereich Wohnen wird von Anna Maria Müller, der Bereich Arbeitsstätte von Sandra Just und der Bereich Gutsbetrieb von Johann Ulrich Salis geführt. 

 

Plankis in Zahlen
Wohnplätze 51 (14 in Wohnstudios, 6 in externer Wohngruppe)
Geschützte Arbeitsplätze 95 (ca. 130 Personen)
-davon IV Lehrlinge

und Eingliederungsmassn.

15
Angestellte/ Betreuer 70 Angestellte, 6 Lehrlinge

5255 Stellenprozente

Lohnsumme 5.3 Mio
Umsatz 8.1 Mio., Betriebsertrag 5.5 Mio (67%)

Beiträge 2.6 Mio (33%)

Produkte im Online-Shop www.plankis.ch

 

(Bilder: zVg.)

 

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