Schweizer Festspiel in Lenzerheide

Die weltbesten Langläuferinnen und Langläufer gastierten in den vergangenen Tagen für drei Etappen der FIS Tour de Ski in Lenzerheide. Mit dem Zweifachsieg von Dario Cologna und dem Sieg im Sprint von Laurien Van der Graaff verwandelte sich die Tour de Ski in Lenzerheide in ein Schweizer Festspiel. Das Organisationskomitee rund um Präsident Hannes Parpan ist mit der Durchführung des Grossanlasses sehr zufrieden.

Bereits zum Auftakt der diesjährigen 12. FIS Tour de Ski gab es für die anwesenden Fans Grund zum Feiern: Laurien Van der Graaff gewann den spannenden Sprint-Final vor Sophie Caldwell (USA) und Maiken Caspersen Falla (NOR). Für Laurien Van der Graaff war es der erste Weltcupsieg ihrer Karriere. Bei den Herren siegte Sergey Ustiugov (RUS) vor Federico Pellegrino (ITA) und Lucas Chanavat (FRA).

Eine Premiere lieferte auch Dario Cologna am zweiten Wettkampftag. Er siegte über 15 km Klassisch vor Alexey Poltoranin (KAZ) und Martin Johnsrud Sundby (NOR) und feierte damit seinen ersten Weltcupsieg in der Schweiz. Bei den Damen gewann Ingvild Flugstad Oestberg (NOR) vor Heidi Wenig (NOR) und Sadie Bjornsen (USA). Die Strecke in Lenzerheide scheint Ingvild Flugstad Oestberg zu passen. Bereits bei den Austragungen in der Saison 2013/14 (Sprint) und 2015/16 (5 km Verfolgung) stand sie zuoberst auf dem Podest.

Das Schweizer Festspiel toppte Dario Cologna am Montag mit seinem überragenden Sieg über 15 km im freien Stil. Bei strahlendem Sonnenschein und unzähligen wehenden Schweizer Fahnen überquerte er die Ziellinie 17.6 Sekunden vor Sergey Ustiugov (RUS) und 45.5 Sekunden vor Alexander Bolshunov (RUS). Damit holte sich Dario Cologna nicht nur den Tagessieg, sondern auch die begehrte IBEX Trophy. Bei den Frauen gewinnt Ingvild Flugstad Oestberg vor Heidi Wenig und Jessica Diggins und kann damit bereits die zweite Steinbock Trophäe mit nach Hause nehmen.

Hannes Parpan zieht positives Fazit

Für Hannes Parpan, OK-Präsident der FIS Tour de Ski in Lenzerheide, sind die Schweizer Erfolge unbezahlbar. «Die Stimmung im Stadion und entlang der Strecke war grossartig! Und wenn Dario Cologna vorne liegt, heizt das zusätzlich an. Ich bin begeistert!» sagt Hannes Parpan nach dem heutigen Verfolgungsrennen über 10, respektive 15 Kilometer.

Mit der Durchführung des Grossevents ist Hannes Parpan sehr zufrieden: «Die Rückmeldungen bezüglich Organisation und Infrastruktur sind sowohl von Seite FIS als auch den Teams, Medien und Gästen sehr positiv». Insbesondere die Bedingungen auf der Loipe waren ausgezeichnet – trotz des Regens am Samstagabend. «Die Athleten und Besucher schätzen die „Naturarena“ hier bei der Biathlon Arena sehr» weiss Hannes Parpan. «Dank der kompakten Streckenführung läuft immer etwas entlang der Strecke und der Blick vom Baselgia Hill in Richtung Stadion ist einmalig!»

Weniger Besucher aufgrund Schnee

Die Zuschauerzahlen liegen mit rund 15‘000 Besucherinnen und Besucher leider etwas unter den Erwartungen. Hannes Parpan sieht dafür verschiedenen Gründe: «Der Schneefall und die damit verbundenen winterlichen Strassenverhältnisse beim Sprint kamen uns nicht entgegen. Da haben mit Sicherheit einige auf die Fahrt nach Lenzerheide oder den Spaziergang nach Lantsch/Lenz verzichtet.» Und gerade die Sprint-Wettkämpfe sind bei den Zuschauern besonders beliebt, wie Hannes Parpan aus Erfahrung weiss.

Tour de Ski Lenzerheide mit 2-Jahres-Rythmus

Während die Teams bereits auf dem Weg zum zweiten Tour de Ski Stopp nach Oberstdorf sind, ist das Organisationskomitee mit den Abbauarbeiten beschäftigt. Auch wenn Hannes Parpan zuerst noch die diesjährige FIS Tour de Ski abschliessen möchte, ist er bezüglich Zukunft der FIS Tour de Ski in Lenzerheide zuversichtlich: «Von der FIS und Swiss-Ski haben wir die Zusage für die Tour de Ski 2019/20 bereits und ich bin überzeugt, dass wir mit der diesjährigen Austragung auch unsere Partner für eine weitere Austragung begeistern konnten».

Am 2-Jahres Rhythmus für die FIS Tour de Ski will das OK in Lenzerheide festhalten. «Die Unterstützung im Tal und den umliegenden Regionen ist riesig und mit viel Aufwand und Engagement verbunden. Jährlich könnten wir einen solchen Event über die Feiertage nicht stemmen» ist Hannes Parpan überzeugt.

(Quelle/Bilder: zVg.)

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