Die kleine Geissen-Herde „Cavra del sass“ aus Morissen erwartet ab diesem Winter Besuch von Kindern zu einem speziellen Erlebnis-Nachmittag. Die jüngsten Besucher der Val Lumnezia lernen die witzigen und lebendigen Geissen auf eine spezielle Art kennen und verbringen eine spannende Zeit.

Die Familie Bosshard Gallati ist im Jahr 2007 in die Val Lumnezia genauer nach Morissen gezogen und hat sich einen Traum verwirklicht. Dazu gehört neben einem eigenen Haus auch viele Tiere wie z.B. eine kleine Herde der speziellen Capra Grigia Ziegen.

Die Capra Grigia oder „Cavra del sass“ (Steinziege), wie man sie im Calancatal nennt, fällt durch ihre graue, schattierte Fellfarbe auf, die auch gerne mit der Farbe vom Calanca Granit verglichen wird. Die Capra Grigia ist dank ihrer Widerstandskraft und ihrer Trittsicherheit optimal an das Berggebiet angepasst. Dank ihrer Robustheit erträgt sie auch das raue Klima in grossen Höhen und ist gewohnt lange Märsche im steilen Gelände zurück zu legen.

Die Capra Grigia stammt ursprünglich aus den Tälern im Tessin und den Bündner Südtälern. Verschiedene Gründe haben dazu geführt, dass die Capra Grigia beinahe ausgestorben wäre. Im Jahr 2006 konnte dann die Pro Specia Rara die Capra Grigia wieder als offizielle Rasse beim Bundesamt für Landwirtschaft anerkennen lassen. Trotz zunehmendem Bestand gilt die Capra Grigia nach wie vor als eine der bedrohtesten Ziegenrassen der Schweiz.

Zur Herde der „Cavra del sass“ in Morissen gehören Tina, die Chefin im Stall; Giulietta, die Sanftmütige; Grigio, der sehr verschmuste Packziegenbock; Stella, die stetige Begleiterin von Grigio; Marietta, die gerne bei der Mutter Tina ist; Regina, die Selbstbewusste und Witzige; Gino, der Luftspringbock und Alva, die Energiegeladene. In den nächsten Tagen wird Nachwuchs erwartet und schon bald ist die Herde noch grösser und lebendiger.

Kinder lieben die fröhlich und witzigen Ziegen – und die Ziegen lieben die Kinder, weil auch sie so offen und „gwundrig“ sind. Vor diesem Hintergrund bietet Claudia Bosshard-Gallati seid diesem Winter Kinder-Nachmittage mit den quirligen Geissen an. Hier erfahren die jungen Besucher ab vier Jahre viel über die lustigen Tiere. Füttern diese mit hartem Brot und verschiedenen Gemüsen, hören eine spannende Geschichte aus einem Bilderbuch, geniessen gemeinsam einen feinen „Zvieri“ und bringen die Ziegen anschliessend ins Bett.

Die Geissen sind aber nicht nur für Kinder interessante Begleiter. So führen die Bosshards auch ein Ziegentrekking mit Fondueplausch sowie ein Vollmond-Ziegentrekking mit abschliessendem Lagerfeuer und Glühwein oder Punsch durch.

 

(Quelle: Surselva Tourismus)

Keine Artikel mehr
Walter Schlegel Lightbox März_Mai 2018