Die CVP Cadi organisiert am Dienstagabend einen Anlass über die Chancen und Risiken zur Umnutzung von Maiensässen. CVP-Regierungsratskandidat Marcus Caduff und Raimund Rodewald, Geschäftsführer der Stiftung Landschaftsschutz, diskutieren über die Vor- und Nachteile zum Umbau von Maiensässen.

In der Dezembersession 2015 lancierte die CVP eine Standesinitiative zur Umnutzung von Maiensässen: Ehemals landwirtschaftlich genutzte Bauten ausserhalb der Bauzone sollen künftig massvoll zur Wohnnutzung umgebaut werden dürfen. Der Grosse Rat stimmte in der Aprilsession 2016 einem Vorstoss von CVP-Grossrat Reto Crameri, Surava, mit 86 zu 24 Stimmen bei zwei Enthaltungen zu, eine entsprechende Standesinitiative beim Bundesparlament einzureichen. «Zerfallende Bauten ausserhalb der Bauzone sind keine Visitenkarte für einen Tourismuskanton wie Graubünden», so Reto Crameri. In der Frühjahressession wird sich der Nationalrat mit dem Thema beschäftigen, nachdem sich der Ständerat bereits in der Herbstsession für eine Lockerung der geltenden Bestimmungen ausgesprochen hat. Unterstützung erhält das Anliegen vom Hauseigentümerverband Graubünden, vom Bündner Bauernverband, vom Verein für Raumentwicklung, Landschaft, Kultur und Umwelt sowie von den grossen bürgerlichen Parteien.

Die CVP Cadi organisiert in diesem Zusammenhang eine öffentliche Podiumsdiskussion mit Regierungsratskandidat Marcus Caduff, Pro-Seite, und Raimund Rodewald, Stiftung Landschaftsschutz, Contra-Seite. Grossrat Reto Crameri, Initiant der Standesinitiative, wird ein Inputreferat halten. Die CVP Graubünden ist überzeugt, dass die Kantone in der Raumplanung wieder mehr Kompetenzen erhalten sollen. Die Kantone sollen weitgehend selbst entscheiden, wie sie sich in Zukunft entwickeln sollen. «Was für die Kantone Basel Stadt, Zürich oder Aargau richtig ist, muss nicht unbedingt für die Kantone Graubünden, Wallis oder Tessin richtig sein», fasst Regierungsratskandidat Marcus Caduff zusammen. «Die Probleme im ländlichen Raum sind ganz anders gelagert als in urbanen Regionen. Für den Tourismuskanton Graubünden ist die Umnutzung eine grosse Chance», so Tourismuspolitiker und Agronom Marcus Caduff. Aus diesem Grund fordert die CVP Graubünden mehr Freiheiten für die Kantone. Der Vorschlag des Ständerates zielt daher in die Richtung, dass die Kantone selbst entscheiden sollen, ob und in welchem Umfang die Umnutzung von ehemals landwirtschaftlichen Bauten ausserhalb der Bauzone erlaubt sein soll. «Durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft haben viele dieser Bauten ihren ursprünglichen Zweck verloren, weshalb die Kantone entsprechend ihren Bedürfnissen entscheiden sollen, ob eine Umnutzung erlaubt ist oder nicht», so Marcus Caduff weiter.

Am Dienstag, 30. Januar 2018, findet um 20.00 Uhr in der Mehrzweckhalle in Danis eine Podiumsdiskussion mit dem Titel «Maiensässe – Zerfall oder Umbau?» statt. Moderiert wird der Abend von Adrian Camartin, Bundeshausjournalist und Moderator RTR.

(Quelle: zVg.)

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