Improvement aus Laax rocken seit 2016 die Schweiz und das angrenzende europäische Ausland. Am 5. Januar 2018 kam ihr Debüt Album „Farewells“ auf den Markt. Das muss natürlich gebührend gefeiert werden, deswegen findet am 03. Februar ihre Plattentaufe in Chur statt. Wir haben mit Gitarrist Mario Della Morte über das neue Werk und den Stellenwert von Metal in der Region gesprochen.

Mario, wie zufrieden bist du mit eurem neuen Werk?
Ich bin sehr zufrieden mit dem Album Farewells. Alle Beteiligten haben ihren Job sehr gut gemacht.

Wie lange habt ihr daran gearbeitet und wo habt ihr es aufgenommen?
Für die Vorproduktion benötigten wir etwa ein Jahr. Die Gitarren wurden bei Levien zu Hause in Laax aufgenommen. Das Mixing und Mastering, sowie die Gesangsaufnahmen haben wir bei Pitchbackstudios in Köln gemacht. Diese Zusammenarbeit hat etwa einen Monat gedauert.

Was erwartet die Hörer eures Debütalbums?
Das Album bietet sehr viel Dynamik und Emotionen. Viele sind bei Metalmusik voreingenommen und denken an harte Musik mit viel Geschrei. Unser Album beinhaltet jedoch ruhige Parts und Melodien zum Mitsingen.

Veröffentlicht ihr auf eigenes Risiko oder habt ihr inzwischen ein Label im Rücken?
Farewells ist ein „self release“ Album. Zum jetzigen Zeitpunkt stimmt das für unsere Band. Wie es mit den nächsten Alben aussehen wird steht noch in den Sternen.

 

Seit 2016 seid ihr unter dem Namen Improvement unterwegs. War der Namen Avalanche of Blood irgendwann doch zu kompliziert? Oder wie kam es zum Namenswechsel?
AoB und Improvement sind zwei verschiedene Bands. Wir als Musiker wollten uns weiter entwickeln. Für das neue Projekt benötigten wir einen anderen Bandnamen. Die Songs von Improvement klingen zeitgemässer, da es unter anderem neue Elemente beinhaltet. Zusätzlich hatten wir Glück, denn wir konnten Sebastian als Sänger mit ins Boot holen.

Wie essentiell ist das jahrelange Zusammenspiel bei euch für den tighten Sound?
Durch das jahrelange gemeinsame Musizieren harmonieren wir als Band sehr gut zusammen. Heute proben wir im Schnitt etwa drei Mal im Monat und setzen verstärkt auf Selbststudium. Ein Grund dafür ist auch das drei von uns fünf im Unterland arbeiten.

Die Metalszene in Graubünden hat momentan Aufschwung durch die Trash-Band Masquerade. Wie erlebt ihr den Rückhalt der Bündner Metalheads?
Zu diesem Punkt möchte ich kurz ein Dankeschön aussprechen. Danke für den Support, die positiven Feedbacks und die treuen Fans, die wir in Graubünden haben. Der Rückhalt ist gross und erstaunlicherweise nicht nur von den Metalheads. Es gibt viele Leute die das Musikgenre gar nicht hören und uns trotzdem supporten. Ein Dank an euch alle!

Die Metalszene und Schlagerszene sind die einzigen zwei Genres, bei denen noch Tonträger und Merchandise verkauft wird. Würdest du das so unterschreiben?
Das Pressen von Tonträgern hat durch die einfache digitale Welt auf jeden Fall abgenommen. Das Ganze wird in wenigen Stückzahlen produziert, da vieles über Itunes, Spotify, Youtube usw. gekauft oder angehört wird. Ich persönlich habe es auch gerne, wenn ich eine physische CD einer meiner Lieblings Bands in der Hand halten kann. Sei es jetzt Hip Hop, Metal oder Schlager 😉

Aktuell rüsten sich viele Bündner Metalacts zum Angriff. Was sind eure Favoriten?
Zwei von unseren Bündner Favoriten sind Masquerade und My Last Hour, welche beide an unserer Plattentaufe performen werden.

Nach der Plattentaufe geht ihr auf grosse Tour. Wie kam es dazu?
Im April des vergangenen Jahres hatten wir unsere erste Deutschland Tour mit der Band Vitja aus Köln. Durch diese Tour kam es dann zur nächsten Tour.

Du spielst noch bei Ciccomill in der Band. Brauchst du das als Ausgleich zum harten Sound?
Ich bin musikalisch sehr offen für andere Musikgenres. Ich habe für Cicco Mill im Studio einige Gitarrenparts eingespielt, wodurch ich ein Teil seiner Live Band wurde.

Wie wird es mit Metal in Graubünden weitergehen?
Ich denke von Improvement wird man sicherlich noch einiges hören, da wir immer wieder gerne zu Hause in Graubünden ein Konzert spielen. Wichtig für die Zukunft der Metalszene in Graubünden sind jedoch Leute wie Mike Muzzarelli, welcher den Bands die Möglichkeit zum Auftreten gibt. Ohne dieses Engagement wäre die Plattform für Metalbands deutlich kleiner. Ich hoffe in Zukunft gibt es weiterhin so engagierte Konzertveranstalter damit die Metalszene in Graubünden weiterhin bestehen kann.

Welche Acts kann man neben euch an der Plattentaufe sehen?
Mit am Start sind Ghost Lights (CH/Wil), Masquerade (CH/Chur), My Last Hour (CH/Landquart) und I Cut Out Your Name (DE/Rheinfelden).

 

 

 

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Walter Schlegel Lightbox März_Mai 2018