12. Januar: In St. Moritz startet das Gourmet Festival. 9 Starköche aus aller Welt kochen in 12 top Hotels des Oberengadins während 8 Tagen gemeinsam mit einheimischen Talenten um die Wette. 4’500 Geniesserinnen und Geniesser pilgern ins Engadin, um sich den lukullischen Genüssen hinzugeben. Vom Januarloch – keine Spur!

23. Januar: Die Welt blickt nach Davos. Am World Economic Forum treffen sich die Mächtigen dieser Welt und jene, die sich dazu zählen. Noch selten hat Davos eine so illustre Gästeschar verzeichnet. Nebst all dem Wirbel um den amerikanischen Präsidenten gehen die insgesamt 3’000 Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft fast ein wenig unter, welche sich in Davos zum friedlichen und konstruktiven Austausch treffen. Die Hotelbetten sind nicht nur in Davos und Klosters restlos ausgebucht, sondern auch in vielen anderen Bündner Destinationen macht sich der WEF-Effekt beim Buchungsstand deutlich erkennbar. Das tolle Wetter und der viele Schnee geben eine ideale Kulisse für so manche Selfies ab, die Graubünden über Social Media in die ganze Welt hinaustragen.

26. Januar: Auf der Lenzerheide startet der FIS Ski Weltcup der Damen. Es ist eine der letzten Möglichkeiten für die Fahrerinnen, sich vor Olympia in den verschiedenen alpinen Disziplinen zu messen. Der Ehrgeiz ist hoch, die Begeisterung des Publikums gross, das Wetter grandios. 13’000 Besucherinnen und Besucher finden den Weg nach Parpan und verfolgen den Ski-Event live vor Ort. Wiederum sind die Hotels der Region grossflächig ausgebucht. Auch viele Kids erleben die Skistarts hautnah mit. Träume von eigenen Skikarrieren und rasanten Abfahrten werden lebendig. Ganz nebenbei: die beste Nachwuchsförderung für die Skigebiete, die es gibt.

28. Januar: In St. Moritz geht der Snow Polo World Cup zu Ende. 15’000 Besucherinnen und Besucher haben das rasante Polo-Spektakel auf dem gefrorenen See live miterlebt und geniessen ganz nebenbei die Sonne und den glitzernden Schnee, das Champagnerklima und die Bergarena.

30. Januar: Bei den Ski-Nachwuchstalenten ist der Puls in diesen Tagen erhöht. Die alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaft in Davos beginnt. 310 Athleten aus über 47 Nationen stehen am Start und kämpfen um einen Platz ganz an der Spitze. Es ist das ultimative Sprungbrett für eine Profikarriere im Skizirkus. Mit dabei sind auch acht Athletinnen und Athleten aus der Schweiz. Die Stars von morgen? Man wird sehen.

Ist es nicht beeindruckend? Alleine im Monat Januar fanden diverse Events auf höchstem Niveau in Graubünden statt. Bei aller Kritik, die (zum Teil berechtigt) am Bündner Tourismus geübt wird: an dieser Stelle gebührt den verschiedenen Organisatoren dieser Grossanlässe aus Sport, Business und Kultur ein Kränzchen gewunden. Sie tragen Bilder unserer schönen Natur in die Welt hinaus, sorgen für Begeisterung beim Nachwuchs, bringen neue Kundengruppen in die Regionen und sorgen ganz einfach für viel Wertschöpfung. Die finanziellen Mittel, die während diesen Anlässen nach Graubünden fliessen, sind ein willkommener, kurzfristiger Effekt, von dem viele Leistungsträger profitieren. Der langfristige Effekt ist schwierig zu messen. Doch darf man getrost davon ausgehen, dass solche top Events mit viel Sympathie einhergehen, grosse Reichweiten weltweit erzielen und auch über den Anlass hinaus zu mehr Verbundenheit mit Graubünden führen. Genau das, was wir sonst mit teuren Marketingmassnahmen zu erreichen versuchen.

Die Tourismus-total-Expertenrunde von GRHeute berichtet und kommentiert einmal wöchentlich über aktuelle Tourismusthemen für Graubünden.

Heute für Sie unverblümt und direkt von der Front: Brigitte Küng, Leiterin KMU Zentrum Graubünden.

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