Bergün ist dem 2015 gegründeten Verein «Die schönsten Schweizer Dörfer» beigetreten. Der Verein setzt sich dafür ein, die kleinen Schätze unseres Landes aufzuwerten und auf nationaler und internationaler Ebene bekannt zu machen.

Bergün liegt im Naturpark Parc Ela am Fusse des Albulapasses und an der weltbekannten Albula-Linie der Rhätischen Bahn, welche zum Unesco-Welterbe zählt. Es ist deshalb sowohl mit der Bahn als auch mit dem Auto nicht nur sehr gut, sondern auch über abwechslungsreiche Strecken erreichbar. Obwohl im Albulatal gelegen, zeichnet sich Bergün besonders durch die grossen und reich verzierten alten Bauernhäuser im Engadiner Baustil aus. Die reich verzierten Hauswände laden zum Staunen und die grossen Türen laden zum Eintritt ein; manchmal findet sich dahinter nämlich ein Laden, ein Café oder gar das Ortsmuseum, in welchem die Geschichte des Ortes erzählt wird. Die Rhätische Bahn lässt sich nicht nur auf der ganz besonderen Strecke zwischen Bergün und Preda, sondern auch im Bahnmuseum Albula beim Bahnhof Bergün erleben.

Das einmalige Wahrzeichen, der Platzturm «La Tuer», ein mittelalterlicher Wohnturm, überragt den Dorfplatz und schafft damit einen ganz besonderen Anblick, welcher Bergün unverwechselbar macht. Dank den bekannten Schlittelbahnen und breitem Wintersportangebot herrscht besonders im Winter viel Leben auf der Dorfstrasse und in den kleinen Gassen von Bergün. «Viele unserer Gäste kommen zum Schlitteln, verweilen dann aber auch gerne im schönen Dorf», erzählt Marc-Andrea Barandun, Geschäftsführer von Bergün Filisur Tourismus. «Vielleicht ist es ja bald auch umgekehrt: Die Gäste kommen wegen dem schönen Dorf und finden dann auf der Schlittelbahn noch ein zusätzliches spannendes Erlebnis», scherzt Barandun.

Zusammen mit den ebenfalls sehenswerten Dörfern Filisur, Latsch, Stuls und Jenisberg gehört das Dorf Bergün seit Anfang 2018 zur fusionierten Gemeinde Bergün Filisur. «Die Bevölkerung unserer Gemeinde pflegt das historische Erbe der Dörfer mit viel Engagement und grosser Liebe zum Detail», sagt Luzi C. Schutz, Gemeindepräsident von Bergün Filisur. «Ich freue mich sehr, wenn wir das dank dem Verein ‘Die schönsten Schweizer Dörfer’ auch in einem weiteren Umfeld präsentieren können.»

Der Verein zählt jetzt 32 Dörfer und Städtchen in 13 Kantonen, darunter 5 in Kanton Graubünden: Bergün, Brigels, Poschiavo, Soglio und Tschlin. Damit wird der Kanton Graubünden (nach dem Kanton Waadt mit 7 Dörfern) zum zweitgrössten vertretenen Kanton der Schweiz.

Um zu den «schönsten Schweizer Dörfern» zu gehören, muss das Dorf ein bestimmtes historisches, kulturelles und landschaftliches Erbe vorweisen können. Um die genaueren Bedingungen festzulegen, nimmt der Verein ähnliche Organisationen im Ausland als Beispiele. Seit Juni 2017 ist der Schweizer Verein Mitglied des internationalen Verbandes «Die schönsten Dörfer der Welt», die Frankreich, Italien, Belgien, Spanien, Deutschland, Kanada, Japan und die Schweiz vereint und vertritt.

 

(Bild: zVg.)

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Walter Schlegel Lightbox März_Mai 2018