,Chur Unihockey zeigte zwar viel Kampf und Einsatz im Auswärtsspiel gegen den Schweizermeister Wiler-Ersigen. Am Ende resultierte gleichwohl eine klare 3:8-Niederlage. Nachdem Uster am Sonntag Winterthur besiegte, sind die Playoff-Chancen der Churer nur noch theoretischer Natur. Zu Siegen kamen am Wochenende dafür Alligator Malans und Piranha Chur. 

Nur gerade 37 Sekunden Ballbesitz reichten Wiler Ersigen und schon erzielten sie den Führungstreffer gegen Chur Unihockey. Die Bündner steckten diesen frühen Rückschlag gut weg und stellten sich dem Schweizermeister energisch entgegen. Im zweiten Drittel folgte vor 365 Zuschauern die beste Phase der Bündner. Unter der Leitung des kampfstarken Sandro Cavelti glichen die Churer das Spielgeschehen aus (26. Minute) und gingen durch den Flügelstürmer in der 28. Minute gar in Führung. Kurz darauf verhinderte die Querlatte eine höhere Führung für die Gäste. Der SV Wiler-Ersigen korrigierte noch vor der zweiten Pause das Spielresultat mit zwei Toren (35. und 39. Minute). 

Einbruch im Schlussdrittel

Die Frage, ob die Bündner den Rückstand im Schlussabschnitt wieder wettmachen können, war nach nur 11 Sekunden mit «Nein» zu beantworten. Durch ein Churer Schutzraumvergehen, während einer Rettungsaktion auf der Torlinie, erhielten die Berner einen Penalty zugesprochen. Der starke Curdin Furrer war am Handgelenkschuss von Matthias Hofbauer dran. Der Ball prallte von seinem Oberschenkel aber unter die Querlatte zum 4:2 für den SVWE. Auch nach diesem raschen Gegengoal versuchten die Churer wieder ins Spiel zu finden. Dies gelang ihnen aber nicht mehr. Die Berner erhöhten ab der 46. Minute bis zur 49. Minute mit drei weiteren Toren auf 6:2. Einzig Sandro Aeschbacher unterbrach mit einem platzierten Schuss ins lange untere Eck die Tor-Serie des Schweizermeisters. 

Für Chur Unihockey ist das Playoff-Rennen damit gelaufen: Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf Uster, das sich am Sonntag leicht überraschend gegen Winterthur durchgesetzt hat. Theoretisch könnte Chur in den verbleibenden zwei Spielen zwar auch noch auf 24 Punkte kommen, aufgrund des deutlich schlechteren Torverhältnisses wäre aber selbst in diesem Best Case Szenario der Playoff-Traum vorbei. Sicher eine arge Enttäuschung für die mit Ambitionen in die Saison gestarteten Churer. 

Alligator schielt auf Platz 4

Jubeln konnte aus Bündner Sicht Alligator Malans, wenn auch nur ganz knapp. Gegen Waldkirch-St. Gallen setzten sich die Herrschäftler knapp mit 6:5 durch. 361 Zuschauer sahen dabei eine dramatische Schlussphase, als die Malanser einen 3:5-Rückstand in den Sieg verwandelten. Jarkko Nurmela erzielte den Gamewinner in der 56. Minute. Damit ist Alligator Malans in der Tabelle wieder bis auf zwei Punkte an die viertplatzierten Grasshoppers herangekommen – das Playoff-Heimrecht ist wieder in Reichweite. 

Piranha musste zittern

Zittern musste für einmal Piranha Chur bei den Frauen: Die Serienmeister lagen beim drittplatzierten Bern Burgdorf nach zwei Drittel klar mit 8:4 vorne, mussten die Gastgeber aber im Schlussdrittel noch bis auf 7:8 herankommen lassen. Damit bleibt Piranha Chur auch nach 16 Spielen immer noch mit weisser Weste einsam an der Spitze der NLA. Eine kleine Warnung, dass die Playoffs deswegen kein Selbstläufer werden, schadet dabei wahrscheinlich nicht. 

 

(Bild: Chur Unihockey)

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