«Der EHC Arosa ist das Beste, was uns passieren konnte»

Die NLA in Ehren, aber die vielleicht brisanteste Playoff-Serie des Winters aus Bündner Sicht findet ab heute Dienstag in der 1. Liga statt. Der EHC Arosa trifft im Best-of-5-Viertelfinal im Bündner Derby auf den 1.-Liga-Aufsteiger HC Prättigau-Herrschaft. GRHeute hat mit HCPH-Trainer Dusan Halloun gesprochen.

Dusan Halloun, wie fühlen Sie sich vor der grossen Playoff-Serie gegen den EHC Arosa?

Der EHC Arosa ist die beste Sache, die uns passieren konnte. Es spielt im Grunde keine Rolle, ob der Gegner Arosa, Wetzikon, Frauenfeld oder Bellinzona heisst. Weil jedes Team vor den Playoffs dasselbe fühlt. Aber gegen Arosa werden viele Leute im Stadion sein, alle sprechen über die Serie. Darum ist es super, dass wir im Viertelfinal gegen Arosa spielen können.

Und was haben Sie sich für die Serie vorgenommen? Niemand steigt in einen Viertelfinal, um zu verlieren, oder?

Das langfristige Ziel ist die Meisterschaft. Dazu müssen wir Arosa besiegen. Um das zu schaffen, müssen wir im Spiel ein Tor mehr schiessen als der Gegner. Und wir müssen das noch weiter hinunter brechen: Wir müssen die ersten fünf Minuten gut spielen, dann wieder fünf Minuten und weiter. Es ist ein langer Weg.

GRHeute ist Medienpartner des HC Prättigau-Herrschaft.

Im letzten Derby in Arosa habt Ihr 6:7 verloren. Im ersten Auswärtsspiel im Schanfigg seid Ihr im letzten Herbst aber als 4:0-Sieger vom Eis gegangen. Was erwarten Sie von Ihrer Mannschaft?

Wir müssen bereit sein. Nach dem letzten Derby war ich enttäuscht, weil wir das nicht waren. Die bisherigen Spiele an sich bedeuten gar nichts. Die Mannschaft, die clever und besser spielt und die richtigen Entscheidungen trifft, wird gewinnen. Es wird grossartig für die Fans und die Spieler. 

Der HC Prättigau-Herrschaft hatte als Aufsteiger eine der besten Verteidigungen der Liga, der EHC Arosa überzeugte eher in der Offensive. Ist dies das Duell ‚to watch‘?

Vielleicht, schwer zu sagen. Für uns ist es sicher wichtig, in der Verteidigung gut zu stehen. Jeder Coach will das. Aber man muss vorne auch Tore schiessen, und besonders da hat sich gezeigt, dass es in der höheren Liga schwieriger wird. Wir haben unsere Torchancen während der Saison insgesamt zu wenig genutzt. Wir wissen, dass Arosa gute Spieler hat. In 1-1-Situationen besser zu sein, ist der Schlüssel. Wenn jeder von uns das Beste aus sich herausholt, haben wir gegen jeden Gegner der Liga eine Chance zu gewinnen.  

Als Aufsteiger haben Sie mit der sicheren Playoff-Qualifikation auf dem 5. Rang eine beachtliche Saison gespielt. Sind Sie zufrieden?

Wenn wir mehr Tore geschossen hätten, wäre mehr drin gelegen. Insgesamt bin ich mit der Regular Season aber zufrieden. Wir haben meistens gut gespielt. Nicht immer, aber wir sind ja auch keine Roboter.  

 

Info

Heute Dienstagabend, 20 Uhr: 1. Liga. Playoff-Viertelfinal, 1. Runde, Sport- und Kongresszentrum Arosa: EHC Arosa – HC Prättigau-Herrschaft

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(Archivbilder: HC Prättigau-Herrschaft/Erwin Keller)

 

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