Lugano gewinnt All Saints Cup in St. Moritz – HCD am Hockey Summit Letzter

Diverse Eishockeyteams veranstalten während der Olympiapause Testspiele, um sich für die bevorstehenden Playoffs in Form zu bringen. In St. Moritz setzte sich der HC Lugano beim ersten «All Saints Cup» durch, der HC Davos musste beim eigenen «Hockey Summit» mit dem letzten Platz vorlieb nehmen.

Der HC Lugano hat den internationalen «All Saints Cup» in St. Moritz gewonnen. Der Vierte der laufenden NLA Meisterschaft schlug im Final den EHC Kloten. Im Spiel um Platz drei besiegte Skoda Pilsen den deutschen Vertreter Red Bull München. Die Luganesi, die gegen Kloten in der laufenden Meisterschaft schon drei Mal verloren hatten, gingen von Beginn weg mit viel Selbstvertrauen in die Partie, hatten bald die Führung und gaben diese nicht mehr ab. Anfangs war Kloten ein unangenehmer Gegner; Je länger das Spiel aber dauerte, desto besser konnten die Tessiner ihr Spiel nach Wunsch aufziehen.

Der erstmals ausgetragene «All Saints Cup» bot den vier angereisten Mannschaften Spielpraxis während der Olympiapause und den Fans abwechslungsreiches Eishockey auf hohem Niveau. Vor allem bei den Gästen aus Deutschland und Tschechien kamen viele junge Talente zum Einsatz: Sie nutzten die Gelegenheit, mit Einsatz und Spielfreude auf sich aufmerksam zu machen. Insgesamt kamen rund 2’000 Zuschauer in die historische Eisarena im St. Moritzer Kulmpark. Der «Rink of Saints» steht an historischer Stelle: Im St. Moritzer Kulmpark fanden 1928 und 1948 die Eislaufbewerbe der Olympischen Winterspiele statt. Der internationale «All Saints Cup» wird zum 90-jährigen Jubiläum der ersten Olympischen Winterspiele und dem 70. Jubiläum der ersten Olympischen Winterspiele nach dem zweiten Weltkrieg durchgeführt, welche beide in St. Moritz stattfanden.

«HCD light» auf verlorenem Posten

In Davos veranstaltete der HCD den ersten «Hockey Summit», ein Freundschaftsturnier ebenfalls mit vier Teams. Mit dem Gewinn des Hockey Summit konnte Dinamo Riga seinen Ruf etwas aufpolieren, nachdem es am letzten Spengler Cup einzig gegen Hämeenlinna gewonnen hatte. Die Letten legten die Basis zum Turniersieg im hochklassigen Auftaktspiel mit einem 3:0-Erfolg gegen Magnitogorsk. Vor ihrem 2:0-Sieg gegen Davos hatten sie danach gegen Trinec mit 1:2 im Penaltyschiessen verloren. 

Der HCD selbst beendete das Turnier sieglos am Tabellenende. Viel Aussagekraft hat das Resultat aber nicht. Beim HCD fehlten während des ganzen Turniers nicht weniger als elf Stammspieler. Andres Ambühl, Felicien Du Bois, Enzo Corvi und Broc Little stehen zurzeit an den Olympischen Spielen im Einsatz. Sieben weitere Davoser Akteure müssen gegenwärtig aus Verletzungsgründen oder krankheitshalber pausieren. Neun Elite-Junioren erhielten so die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen gegen international reputierte Mannschaften zu sammeln. 

Turnierfavorit Metallurg Magnitogorsk wurde Zweiter und schielte nach dem Turnier Richtung Spengler Cup. Der Aufenthalt in Davos sei grossartig gewesen und habe den Zweck völlig erfüllt, meinte Magnitogorsks Headcoach Victor Kozlow, ehe er noch bemerkte: «Ich hoffe, dass die Organisatoren mit uns zufrieden waren und uns als Teilnehmer an den Spengler Cup einladen.»

 

(Bild: Twitter HC Davos)

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