Der Nationalrat hat gestern, wenn auch sehr knapp beschlossen, dass die Umnutzung von Maiensässen nicht erleichtert werden soll. Die CVP Graubünden ist enttäuscht über diesen Entscheid und kämpft weiterhin dafür, dass die Kantone mehr Kompetenzen erhalten darüber zu befinden, was ausserhalb der Bauzonen für eine nachhaltige Entwicklung des Berggebiets realisiert werden können soll.

Mit 98 zu 95 Stimmen, bei zwei Enthaltungen, hat der Nationalrat heute beschlossen, dass die Umnutzung von ehemals landwirtschaftlich genutzten Bauten nicht erleichtert wird. Die CVP Graubünden ist über diesen Entscheid enttäuscht. Die Initiative zur erleichterten Umnutzung von ehemals landwirtschaftlich genutzten Bauten ausserhalb der Bauzone geht auf eine Bündner Standesinitiative zurück, welche CVP-Grossrat Reto Crameri lanciert hat. «Unsere Standesinitiative wurde zwar abgelehnt, hat aber im Bundesparlament einen Stein ins Rollen gebracht», so Reto Crameri.

Namentlich Vertreter der CVP und SVP haben sich für eine Lockerung der Raumplanungsgesetzgebung in diesem Sinne eingesetzt. Eine Mehrheit aus Kreisen der SP, FDP sowie Grünen und Grünliberalen will weitgehendst an der zentralistischen und restriktiven Praxis festhalten. Damit bringen sie wenig Vertrauen in einen verantwortungsvollen Umgang des Berggebiets selber mit dem Thema zum Ausdruck. Die CVP Graubünden wird sich weiter für eine Lockerung für den pragmatischen Umbau von Maienässen einsetzen. «Die Bauten ausserhalb der Bauzone werden weiter zerfallen, wenn nicht dringend eine Lösung gefunden wird. Wir bleiben Ball und werden uns weiter und engagiert für die Anliegen des Berggebietes einsetzen!», sagt CVP-Nationalrat Martin Candinas.

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