Der EHC Arosa hat in extremis die Belle um den Einzug in die 1.-Liga-Finals erreicht. Dank eines Ausgleichstreffers durch einen Penalty vier Sekunden vor Schluss von Ramon Pfranger und einem Overtime-Tor von Reto Amstutz in der 75. Minute haben die Bündner in der Best-of-five-Serie auf 2:2 ausgeglichen.

Es war nichts für schwache Nerven, was die 665 Zuschauer gestern Abend im Sportzentrum in Arosa zu sehen bekamen: Die GDT Bellinzona dominierte im Mitteldrittel das Spiel und lag mit 3:1 vorne. Nicht wenige Fans sahen zu diesem Zeitpunkt die Saison für den EHC schon zu Ende gehen. Der Anschlusstreffer Yannick Bruderers brachte aber noch vor der Drittelssirene verhaltene Hoffnung zurück. Dramatik dann im Schlussdrittel: Zweimal glich der EHC Arosa aus, nur um postwendend wieder in Rückstand zu geraten – nach dem 3:3 erneut durch Bruderer dauerte es 11 Sekunden, nach dem 4:4 durch Ramon Pfranger 23 Sekunden bis zur erneuten Tessiner Führung. Es war wie zum Verzweifeln für die Arosa-Fans, und sie mussten noch lange zittern. 5 Sekunden vor Schluss war Arosa ausgeschieden. 4 Sekunden vor Schluss nicht mehr. Arosa warf ohne Goalie nochmals alles nach vorne und kam zu einer Riesen-Chance, die zu einem Penalty führte – ein Bellinzona-Verteidiger hatte das Tor absichtlich aus den Angeln gehoben.

 

Erneut bewies Pfranger Nervenstärke und netzte zum viel umjubelten Ausgleich ein. In der Verlängerung wog das dramatische Spiel hin und her, beide Teams hätten die Partie entscheiden können. Letztlich war es Reto Amstutz, der Arosa in der 75. Minute ins Glück und ins Entscheidungsspiel von morgen Dienstagabend in Bellinzona schoss. Was für ein Spiel!

 

 

(Video-Quelle: M-News/EHC Arosa Facebook) 

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