Graubünden ist Jahr für Jahr Ziel unzähliger Touristen und Geschäftsleute. Sie kommen, um die Natur zu entdecken, Geschäfte mit Graubündnern Unternehmen zu tätigen oder von hier aus international zu arbeiten. Es ist erstaunlich, wie stark sich der Kanton in den letzten Jahrzehnten gewandelt hat. Ein Blick auf die Mobilitätsangebote zeigt, dass Graubünden innovativen Technologien gegenüber aufgeschlossen ist, ohne seine Wurzeln zu vernachlässigen. Naturverbunden und vorausdenkend wäre ein Label, das auf die Graubündner passt. Welche mobilen Angebote lassen sich in Graubünden nutzen? Welche Fortbewegungsmittel werden genutzt? Wie sich Touristen und Einheimische, Geschäftsleute und der internationale Jetset in und um Graubünden herum fortbewegen, ist jetzt Thema.

Zu Wasser, zu Lande und in der Luft: Das ist in Graubünden machbar

In Graubünden ist im Prinzip jede Fortbewegungsart möglich. Besucher können mit dem Zug anreisen, den eigenen Pkw nutzen oder das Flugzeug wählen. In Graubünden haben sie dann die Qual der Wahl und können sich zwischen diesen Fortbewegungsarten entscheiden:

  • Zu Fuß: Wandern, Klettern, Hiken, Skifahren, Snowboarden, Rodeln etc.
  • Auf dem Zweirad: E-Bike, Velo, Mountainbike, Motorbike und vieles mehr
  • Auf vier und mehr Rädern: Elektro-Auto, klassischer Pkw, Oldtimer, Bus, Zug
  • In der Luft: Gondel, Gleitschirm, Drachen, Ultraleicht, Chartermaschine, Linienflugzeug, Heli, Segelflieger

So unterschiedliche die Fortbewegungsmittel sind, so unterschiedlich sind die Menschen, die sie benutzen. Der Jetset nutzt andere, als eine Familie im Winterurlaub, Geschäftsleute wiederum wählen andere als der Unternehmer vor Ort. Die Mobilitätsarten lassen sich in verschiedene Kategorien aufteilen, beispielsweise in diese:

  • Grüne Mobilität
  • Luxuriöse Mobilität
  • Öffentliche Mobilität

Das Netz für Elektro-Ladesäulen wird stetig weiter ausgebaut.

Grüne Mobilität: geringe Umweltbelastung liegt voll im Trend
Elektromobilität ist in Graubünden in aller Munde. Ohne Frage gehört der Kanton zu den Regionen, die prädestiniert für diese innovative und umweltschonende Art der Fortbewegung sind. Die Regierung will die Elektromobilität fördern und dafür sorgen, dass sich mehr Haushalte ein E-Auto anschaffen. Parallel sorgt sie mithilfe des Masterplans Ladeinfrastruktur E-Mobilität Graubünden dafür, dass das Netz der Ladestellen systematisch ausgebaut wird. Langfristig sollen so die überwiegend ländlichen Regionen erschlossen werden, in denen Familien bislang auf einen kraftstoffbetriebenen Pkw angewiesen sind.

Doch die Elektromobilität betrifft nicht nur Pkws. Auch der Absatz von E-Bikes ist gestiegen. Die Jahresstatistiken sind unmissverständlich. Die Zahlen zeigen, dass der Absatz der E-Bikes den der handelsüblichen Velos bereits überholt hat und dass die Tendenz steigend ist.

Flexibel und luxuriös reisen: Wunsch nach Individualität wächst
Ein ganz anderer Trend zeigt sich in Sachen Individualität und Komfort. Immer mehr Menschen wollen in ihrer Reiseplanung flexibel bleiben. Das gilt insbesondere für Geschäftsleute. Die Schweiz ist nicht nur aufgrund des jährlich stattfindenden Wirtschafsforums in Davos eine Drehscheibe für Geschäftsleute und Politiker aus aller Welt. Bei dem Gipfel lässt sich beobachten, wie terminlich stark eingebundene Personen am liebsten reisen. Sie nutzen in der Regel Flugzeuge in Kombination mit chauffierten Limousinen, um rasch und komfortabel von einem Ort zum anderen zu gelangen.

Linienflüge sind die eine Möglichkeit, flexibler und luxuriöser geht es allerdings mit einem gecharterten Privatjet. Die Schweiz ist mit zahlreichen Wirtschaftszentren in Europa verbunden, so dass es unproblematisch und schnell möglich ist, beispielsweise von Berlin, London oder Paris nach Genf zu fliegen. Auch innerhalb der Schweiz lohnt es sich, einen Privatjet in geschäftlichen Angelegenheiten zu nutzen. Wenn die Zeit drängt und der Weg über die Straße viele Stunden dauern würde, bietet sich der Flug mit einem Jet an, der dieselbe Strecke unter 1 Stunde bewältigt. So verkürzt sich beispielsweise die Anreisezeit von Chur nach Zürich von 4 bis 5 Stunden auf eine knappe Dreiviertelstunde.

Es geht auch mit den Öffentlichen, denn Graubünden bietet ein weit verzweigtes Streckennetz an.

Graubünden Pass: Mit Bus, Bahn und Bergbahn die Region entdecken
Der graubündenPASS ist ein Angebot der Rhätischen Bahn, das in erster Linie auf Touristen ausgerichtet ist. Diese können Busse, Bahnen und Bergbahnen in Graubünden nutzen und sparen bis zu 50% auf ausgewählten Strecken. Zu den Partnern und Verkehrsträgern gehören große Teile der Liniennetze dieser Anbieter im Kanton Graubünden

  • Rhätische Bahn
  • Schweizerische Bundesbahn
  • Matterhorn Gotthard Bahn
  • PostAuto-Netz
  • Verkehrsbetriebe Davos
  • Engadin Bus
  • Stadtbus Chur
  • Silvestri Bus Livigno
  • Orstbusse in Kloster, Scuol, St. Moritz
  • Luftseilbahn auf bestimmten Strecken.

Optional können Nutzer den graubündenPASS Bike buchen und ihr Velo praktisch überall mit hinnehmen. So können Touristen in der Region komplett ohne eigenen Pkw mobil bleiben und jeden Winkel in Graubünden kennenlernen. Für Bewohner Graubündens bietet sich die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ebenfalls an. Die bestehenden Verbindungen in die umliegenden Ortschaften und größere Städte und Gemeinden lassen sich über den aktuellen Liniennetzplan prüfen. Die 150 Täler Graubündens sind recht gut erschlossen und die PostAutos und privaten Busse fahren auch kleinere Seitentäler an. 

Mobil in Graubünden für jedermann möglich
Aufgrund des breit gefächerten Angebots von unterschiedlichen Verkehrsmitteln ist es für jedermann möglich, in Graubünden mobil zu bleiben. Ob sportlich per Pedes oder Velo, umweltbewusst mit E-Bike, Elektroauto und öffentlichen Nahverkehrsmitteln oder luxuriös mit dem Privatjet – Mobilität ist für jedermann erschwinglich.

So vielfältig die mobilen Angebote für Touristen und Bewohner sind, so offen bleibt die Schweiz neuen Entwicklungen gegenüber. Man darf gespannt sein, wie sich der Mobilitätsmarkt weiterentwickelt, denn schon werden Stimmen laut, dass auch Elektroautos nicht klimaneutral seien. Die Produktion der Batterien erfordert den Einsatz von Lithium und Nickel und diese Rohstoffe müssen zudem erst noch beschafft werden. Da China die zentralen Schürfrechte daran in Afrika innehat, dürfte die Herstellung der Batterien in Europa langfristig Probleme aufwerfen, die auch die Umweltfreundlichkeit auf den Prüfstand stellen werden. Das wird sicherlich in den nächsten Jahren auch auf einem der kommenden Wirtschaftsgipfel in Davos Thema werden.

 

(Titelbild: Flexibel und komfortabel: Ein kleiner Jet bringt ist besonders wendig und erreicht jedes Ziel in der Schweiz unter 1 Stunde Flugzeit. Bildquellen: pixabay.com © pixel2013, pixabay.com © Joenomias, pixabay.com © 422737, CC0 Creative Commons)

 

Keine Artikel mehr