Am Samstag geht es los! Die beste Zeit im Schweizer Eishockey beginnt. Der HCD tritt auswärts gegen den EHC Biel zum ersten Spiel des Viertelfinale an. 5 Prognosen zu dieser Serie, die man nicht zu ernst nehmen sollte.

 

1.     Beat Forster und Dino Wieser werden sich prügeln

Es wird nicht lange gehen, und da werden sich die beiden Hitzköpfe in die Haare geraten. Und weil in der Schweiz seit ein paar Jahren die richtigen Fights ohne Handschuhe en vogue sind, werden sich Beat Forster und Dino auf die Rübe geben.

 

Dino Wieser ist Leader in Strafen beim HCD mit 48 Minuten, Beat Forster ist die Nummer 3 beim EHC Biel mit 38 Minuten. Forster ist bekannt für sein Talent, dem Gegner unter die Haut zu gehen, und Dino Wieser ist bekannt dafür, eine relativ kurze Zündschnur zu haben. Ein perfektes Rezept für einen klassischen Hockey-Brawl. Die Halle wird toben und die Davoser Fans werden Forster dafür hassen.

 

 

 

2.     Gilles Senn holt sich einen Shutout und zeigt Hiller den Finger.

Gilles Senn hatte eine durchzogene Saison und gilt als unterdurchschnittlicher Goalie. Im Duell gegen Jonas Hiller ist er klarer Aussenseiter. Keine Frage. Hillers schlechteste Playoff-Bilanz war 2013/14 bei den Anaheim Ducks. Da hielt er 90.6% aller Schüsse. Senns beste (und einzige) Playoff-Bilanz war letzte Saison: Der junge Davoser Goalie hielt 89.7% aller Schüsse.

 

Hiller ist besser als Senn, keine Frage. Im Viertelfinale gegen den EHC Biel wird Senn aber in einer Partie über sich hinauswachsen und seinen Kasten reinhalten. Es wird sein erster Karriere-Playoff-Shutout. Im Interview nach dem Spiel wird er im breiten Walliser-Deutsch sagen, dass Hiller eine Pflaume sei.

 

 

3.     Anton Rödin skort einen Hattrick und bricht sich erneut das Bein.

Anton Rödin ist wieder fit. Nach seinem Beinbruch, notabene gegen den EHC Biel, wird der schwedische Stürmer ein fulminantes Comeback geben und eine Partie praktisch im Alleingang entscheiden. Sein Auftritt in Gelb-Blau war bis zu seiner Verletzung beachtlich und viele Fans hofften bereits, dass der Verlust von Perttu Lindgren zumindest teilweise kompensiert werden kann. Und dann kam der Beinbruch.

 

Nun ist Rödin wieder zurück, und wird in den Playoffs eine Duftmarke seines Talentes setzen. Mit drei Toren in einem Spiel wird er und die Davoser Fans verzücken Davos im Rennen halten. Beim Bejubeln des Hattricks wird er den Stock über sein Bein zerschlagen und sich dabei den Oberschenkel brechen.

 

 

4.     Andres Ambühl schiesst ein Overtime-Tor

Der Captain des HCD wird seiner Rolle einmal mehr gerecht und wird von Arno Del Curto wie immer forciert. Büahli wird in allen wichtigen Situationen auf dem Eis stehen, und in einer Partie das entscheidende Tor schiessen.

 

Büahli ist ganz klar der wichtigste Spieler im Kader des HCD. Auch wenn der Sertiger mittlerweile 34 Jahre alt ist und bereits 182 Playoff-Partien auf dem Buckel hat, eins ist klar: Wenn es drauf ankommt, hat der HCD keinen besseren Spieler, den man aufs Eis schicken kann. Und Büahli wird Resultate liefern: Sein Karriereschnitt von 0.43 Punkten pro Spiel in den Playoffs wird er auch dieses Jahr halten. Aber kein Punkt wird wichtiger sein als sein Overtime-Tor.

 

 

5.     Der EHC Biel gewinnt, Davos wird im Golfen besser

Davos kämpft, Senn holt sich einen Shutout, Rödin schiesst einen Hattrick und Büahli entscheidet eine Partie in der Verlängerung. Am Ende wird es aber doch nicht reichen, und der HCD wird relativ überraschend gegen den vermeintlichen Aussenseiter Biel in sieben Partien ausscheiden.

 

Der EHC Biel holt sich zu Hause knapp Spiel 1, Davos reagiert, wird Spiel 2 im eigenen Stadion dominieren und sich danach das Break in Spiel 3 in Biel holen. Danach ist die Luft aber draussen, Biel schafft das Rebreak in der Vaillant Arena, und gewinnt auch Spiel 5. Mit dem Rücken zur Wand wird der HCD im eigenen Stadion leidenschaftlich kämpfen und in Verlängerung gewinnen. In Spiel 7 wird dann aber Jonas Hiller den Unterschied machen und die Bündner in die Ferien schicken. Das HCD Viertelfinale wird wie die Saison einen fahlen Geschmack hinterlassen.

 

Als einziger Trost werden die Davoser Spieler Marc Wieser und Nando Eggenberger Zeit haben, ihr Golf-Handicap zu verbessern.

 

 

 

 

(Bild: Youtube, Stats: SIHF)

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