Nevin Galmarini holt nach Olympiagold auch den Weltcupgesamtsieg der alpinen Snowboarder

Mit einem dritten Rang im letzten Weltcuprennen der Saison sicherte sich Galmarini den Gesamtsieg und konnte die Kristallkugel in Scuol im Unternegadin  entgegennehmen. Bei den Damen setzte sich die Favoritin und zweifache Olympiasiegerin Esta Ledecka durch. Die Schweizerin Ladina Jenny holte den dritten Platz.

Nach seiner Rückkehr aus Pyeongchang und der Türkei erwartete Galamarini ein grandioser Empfang von mehreren Hundert Einheimischen im Unterengadiner Dorf  Ardez. Mit Kutsche, Musik und Ansprache von Regierungsrat  Jon Domenic Parolini war Nevin Galmarini sichtlich gerührt und meinte : „Ich bin mega happy“.

Saisonhöhepunkt vor heimischer Kulisse

Im letzten Rennen der Saison –  und erst noch vor heimischer Kulisse – sicherte Galmarini sich den Gesamtsieg im FIS Weltcup. In den Qualifikationsrunden zeigte Galmarini  Nerven aus Stahl und zog souverän ins Halbfinale ein. Dort wartete der junge Pole Kwiatkowski, der das Rennen seines Lebens zeigte, und Galmarini am Ende schlug und damit ins Finale einzog. Im Finale setzte sich Tim Mastnak gegen den Polen durch. Im Rennen um Platz drei gewann der Weltcupführende Galmarini gegen Aaron March aus Italien. Der dritte Platz reichte dem Ardezer aus und die Feier war damit perfekt. „Auf meinem Hausberg auf dem Podium zu stehen ist besonders. Aber meinen ersten PGS Titel und den Gesamtsieg hier zu feiern, dazu fehlen mir die Worte“, so Galmarini.

Keine Überraschung bei den Damen

Bei den Damen war die Doppelolympiasiegerin Ester Ledecka als die grosse Favoritin am Start. Sie schrieb bei den Olympischen Spielen Geschichte als erste Athletin, die in zwei verschiedenen Disziplinen Gold errang. Auch sie zog souverän durch die Qualifikationsrunden bis ins Finale ein. Dort wurde es denkbar knapp und mit 0.02 Sekunden sicherte sie sich den Tagessieg gegen Alena Zavarzina aus Russland. Die Schweizerin Ladina Jenny sicherte sich den dritten Platz. Wie auch Galmarini konnte Ledecka die Kristallkugel für den Gesamtsieg im alpinen Snowboard am Ende entgegennehmen.

Scuol und das Unterengadin als grossartige Gastgeber

Nach dem Europacupfinal im vergangenen Jahr konnte Scuol nun zum ersten Mal den Weltcup und sogar den Final austragen. Mit 600 bis 800 Zuschauer war der Anlass sehr gut besucht. „Wir sind sehr zufrieden. Natürlich hätte das Wetter besser sein können, aber das konnten wir nicht ändern. Es gab eine Liveübertragung  auf Teleclub Zoom und wir haben gute Feedbacks seitens der FIS und der Teilnehmer bekommen. Ein grosser Danke geht an die Helfer und die Einheimischen. Die FIS hat bereits Interesse signalisiert auch zukünftig Austragungen in Scuol durchzuführen“,  sagt OK Präsidentin Martina Hänzi.

 

(Bilder: Mayk Wendt)

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