Momentum wieder in Biel

Der HC Davos hat die Chance auf eine 2:0-Führung in der Viertelfinal-Serie gegen den EHC Biel verpasst. Die Bündner fanden gestern Abend  kein Rezept gegen die gut stehende Bieler Defensive und verloren mit 1:3. Damit ist die Best-of-7-Serie beim Stand von 1:1 auf eine Best-of-5-Serie geschrumpft.

Davos hatte im Angriff vor 4837 Zuschauern in der Vaillant Arena nicht viele Chancen. Und wenn doch, war der ehemalige Davoser Goalie Jonas Hiller mit einer überzeugenden Vorstellung gestern eine Mauer im Bieler Tor. Wie schon im Startspiel führten die Bieler mit 2:0, vermochten den Vorsprung diesmal aber geschickt zu verteidigen. Broc Littles Powerplay-Treffer drei Minuten vor Schluss brachte die Hoffnungen von Davos zwar nochmal zurück. Und tatsächlich hatten die Bündner wie aus dem Nichtsden Ausgleich auf dem Stock: Eine Minute vor der Schlusssirene tauchte Marc Wieser alleine vor Hiller auf, sah seinen Schuss aber mirakulös vom ehemaligen NHL-Star abgewehrt. Ausgerechnet der Ex-Davoser Beat Forster machte kurz darauf mit einem Kunstschuss ins leere Tor zum 3:1 alles klar für Biel.

Dass sich der HCD um ein Haar in die Overtime retten konnte, darf nicht darüber hinweg täuschen, dass Davos gestern einen einigermassen ratlosen Eindruck machte. Der HCD wird sich steigern müssen, das ist klar. Denn der Sieg des EHC Biel war verdient. Das Team von Trainer Antti Törmänen stand deutlich stabiler als in Spiel 1, die Bündner fanden meist kein Durchkommen. In etwa derselbe Eindruck wie in Spiel 1 – nur war es am Samstag Davos, das Biel im Griff hatte. Immerhin wissen wir nach gestern, dass es kein Davoser Durchlaufen geben wird. Das Gegenteil ist der Fall, ein ganzes Stück Arbeit wartet auf den HCD. Bereits morgen Donnerstagabend wird sich in Biel zeigen, ob die Del-Curto-Cracks im Tauziehen um den Halbfinal-Einzug kontern können.

 

(Bild: Twitter HC Davos)

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Walter Schlegel Lightbox März_Mai 2018