Die Branchenorganisation Bergbahnen Graubünden (BBGR) hat gestern Abend die Transportzahlen zum März und zum ganzen Winter publiziert. Im Vergleich zum schwachen Vorjahr gabs eine deutliche Steigerung, im langjährigen Schnitt wars gleichwohl ein unterdurchschnittlicher Winter.   

Die Bündner Bergbahnunternehmen verzeichneten im März 2018 im Vergleich zum klar unterdurchschnittlichen Vorjahresmonat zwar eine Gästezunahme von 5.9%, im Vergleich zu den langjährigen Durchschnitten liegen die Gästezahlen des März 2018 mit -6.5% (5-Jahres-Durchschnitt) respektive -10.0% (10-Jahres-Durchschnitt) jedoch deutlich im Minus. Die Entwicklung der Gästezahlen und Transportumsätze der Wintersaison 2017/18 sind im Vergleich mit dem Vorjahr zwar erfreulich. Im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt war der Saisonverlauf aber «nur» durchschnittlich, wobei die letzten 5 Jahre
drei schwache Winter beinhalten. Im langjährigen Vergleich (10 Jahre bzw. 7 Jahre) war aber auch der eben zu Ende gehende Winter trotz der fast optimalen Schneesituation unterdurchschnittlich.

Minus im Oberengadin

In der Wintersaison 2017/18 (Saisonbeginn – Ende März) besuchten im Vergleich zum Vorjahr 5.4% mehr Gäste die Bündner Schneesportgebiete. Ein leichtes Minus bei den Gästezahlen verzeichnete nur das Oberengadin, das im März letzten Jahres dank der Ski-WM überdurchschnittlich stark abschloss. Am stärksten entwickelten sich mit einem Wachstum von über 8% die Destinationen Arosa/Mittelbünden und die Surselva. Im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt entwickelte sich die Saison 2017/18 insgesamt betreffend der Gästezahlen mit -1.1% leicht unterdurchschnittlich. Im Vergleich zum 10-Jahres-Durchschnitt verzeichnen die Bündner Bergbahnen nach wie vor einen Gästerückgang von -7.8%.

Der Transportumsatz des März 2018 nahm gegenüber dem unterdurchschnittlichen Vorjahr um 15.7% zu. Im Vergleich mit dem 5-Jahres- und dem 10-Jahres-Durchschnitt liegt die Entwicklung des Transportumsatzes jedoch ebenfalls mit -2.4% respektive -4.2% zurück.

«Es ist, wie es ist»

«Wäre der März nicht einer der grausten Märzmonate seit Messbeginn gewesen, wäre sicher noch mehr möglich gewesen», schreibt die Branchenorganisation in einer Medienmitteilung, «doch es ist wie es ist. Die Bergbahnen sind sich die grosse Witterungsabhängigkeit gewohnt und wissen aus langjähriger Erfahrung, dass erst am Ende der Saison abgerechnet wird.»

Zu den detaillierten Zahlen geht es hier.

 

Wo man noch Skifahren kann

Der Grossteil der Bündner Skigebiete beendet die Wintersaison 2017/18 nach Ostern (2. oder 8. April). Nach dem 8. April kann noch in den folgenden Skigebieten Schneesport betrieben werden:

  • Arosa Lenzerheide bis 15. April (Teilbetrieb)
  • Bivio 14./15. April Wochenendbetrieb
  • Corvatsch, Silvaplana, bis 6. Mai
  • Davos Parsenn bis 15. April
  • Davos Jakoshorn bis 15. April
  • Diavolezza, Pontresina, bis 6. Mai bzw. solange Talabfahrt offen – Disentis, 14./15. und 21./22. April (Wochenendbetrieb)
  • Laax bis 15. April (Teilbetrieb)
  • Samnaun-Ischgl bis 1. Mai
  • Skiarena Andermatt-Sedrun, Gemsstock bis 1. Mai (anschl. bis 21. Mai Wochenendbetrieb Fr-So)

 

 

(Bilder: Bergbahnen Graubünden)

 

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